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Posted:
2026-05-21 13:36:35
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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/121253/6279559
Münster/ Emsdetten/ Ibbenbüren/ Neuenkirchen/ Rheine (ots)
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster vollstreckte die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) des Hauptzollamtes Münster am heutigen Donnerstag insgesamt neun Durchsuchungsbeschlüsse im Kreis Steinfurt.
An der Maßnahme waren über 100 Einsatzkräfte des Hauptzollamtes Münster sowie weiterhin das Landesamt zur Bekämpfung der Finanzkriminalität (LBF, vormals Steuerfahndung) und die Kreispolizeibehörde Steinfurt beteiligt. Darüber hinaus kamen auch die Spezialeinheit ZUZ (Zentrale Unterstützungsgruppe Zoll) des Zolls sowie ein Sprengstoffspürhund der Polizei zum Einsatz.
Im Rahmen der Durchsuchungen sowohl in den Privatwohnungen der Beschuldigten als auch in Betriebsstätten und Büroräumen in Emsdetten, Ibbenbüren, Neuenkirchen und Rheine beschlagnahmten die Beamtinnen und Beamten neben diversen Geschäftsunterlagen und weiteren Dokumenten auch eine scharfe Waffen inklusive Munition für verschiedene Kaliber sowie ein verbotenes Springmesser. Darüber hinaus stießen die Einsatzkräfte auf eine Schreckschusswaffe, 20 Böller ohne vorgeschriebene Kennzeichnung sowie auf insgesamt rund 1.400 Euro Bargeld in verschiedenen Fremdwährungen.
Es besteht der dringende Verdacht des Vorenthaltens und Veruntreuens von Arbeitsentgelten, des Betrugs sowie der Steuerhinterziehung mit einem geschätzten Mindestschaden von bislang rund 930.000 Euro. "Es steht zu vermuten, dass sich die bisherige Schadenssumme, die als Tatzeitraum die Jahre 2021 bis heute erfasst, noch deutlich erhöhen wird", erläutert Britta Flothmann, Pressesprecherin beim Hauptzollamt Münster.
"Entsprechend der bisherigen Ermittlungen besteht der Verdacht, dass Arbeitnehmer pflichtwidrig und entgegen den tatsächlichen Verhältnissen bei der Sozialversicherung, der SOKA-BAU und dem Finanzamt nicht gemeldet wurden. Dadurch wurden Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge zur Sozialversicherung vorenthalten sowie Beiträge zur SOKA-Bau in nicht richtiger Höhe geleistet und Steuern hinterzogen", führt Flothmann weiter aus.
Die weiteren Ermittlungen der FKS des Hauptzollamtes Münster und des LBF des Landes Nordrhein Westfalen im Auftrag der Staatsanwaltschaft Münster dauern an. Die Auswertungen der sichergestellten Unterlagen sowie der weiteren Asservate wird Zoll und LBF nun in den kommenden Wochen und Monaten beschäftigen.
Rückfragen bitte an:
Hauptzollamt Münster
Pressesprecherin
Britta Flothmann
Telefon: 0251-4814-1304
E-Mail: presse.hza-muenster@zoll.bund.de
www.zoll.de
Original-Content von: Hauptzollamt Münster, übermittelt durch news aktuell
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