Posted: 2026-06-15 07:04:35

Kreispolizeibehörde Soest

Lippstadt (ots)

Am Freitagnachmittag (12. Juni 2026) haben ein 25-jähriger Syrer aus Wadersloh und eine 16-jährige Jugendliche aus Unna versucht, einen Mann in einem Supermarkt an der Marktstraße in Lippstadt auszurauben.

Dabei hatten die beiden jedoch besonderes Pech: Bei dem Geschädigten handelte es sich um einen Polizeibeamten der Polizeiwache Lippstadt, der sich zum Tatzeitpunkt nicht im Dienst befand.

Nach bisherigen Erkenntnissen sprach das Duo den Mann gegen 16:15 Uhr in einem Supermarkt an. Der 25-Jährige zog eine schwarze Pistole hervor und forderte unter Vorhalt der Waffe die Herausgabe von Bargeld. Der Geschädigte kam der Forderung nicht nach. Daraufhin flüchteten die beiden Tatverdächtigen zu Fuß aus dem Supermarkt.

Der Polizeibeamte verständigte umgehend seine Kollegen und nahm die Verfolgung der Flüchtigen auf. Er konnte den eingesetzten Kräften eine Personenbeschreibung sowie die Fluchtrichtung mitteilen. Als die Tatverdächtigen auf der Langen Straße einen Streifenwagen erblickten, rannten sie in die Luchtenstraße in Richtung Woldemei.

Gemeinsam mit dem Geschädigten konnten die Einsatzkräfte die beiden Tatverdächtigen kurze Zeit später auf einem Parkplatz an der Luchtenstraße stellen. Beide wurden vorläufig festgenommen.

Am Festnahmeort fanden die Beamten zwei Papiereinkaufstüten sowie insgesamt vier schwarze Spielzeugpistolen. Zwei der Waffen waren Revolver, die Knallgeräusche erzeugen können, bei zwei weiteren handelte es sich um Softairpistolen. Zudem wurde entsprechende Munition aufgefunden. Die Spielzeugwaffen ähneln in Form, Farbe und Größe echten Schusswaffen und waren teilweise schussbereit. Sämtliche Gegenstände wurden sichergestellt.

Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts des versuchten Raubes übernommen.

Wichtige Hinweise der Polizei:

   - Eine Spielzeugpistole kann von anderen Personen als echte Waffe 
     wahrgenommen werden.
   - Opfer erleben dieselbe Angst und Bedrohung wie bei einer echten 
     Schusswaffe.
   - Die Polizei kann in einer Einsatzlage oft nicht erkennen, dass 
     es sich um ein Spielzeug handelt.
   - Das Hantieren mit täuschend echten Spielzeugwaffen kann zu 
     gefährlichen und unvorhersehbaren Konsequenzen führen.
   - Wer Anscheinswaffen missbräuchlich verwendet, gefährdet sich 
     selbst, andere Menschen und die eingesetzten Polizeikräfte.

Eine Spielzeugpistole bleibt zwar ein Spielzeug - in einer Bedrohungssituation kann sie jedoch wie eine echte Waffe wirken und dadurch lebensgefährliche Folgen auslösen.

Rückfragenvermerk für Medienvertreter:

Kreispolizeibehörde Soest
Pressestelle Polizei Soest
Marco Baffa-Scinelli
Telefon: 02921 - 9100 5310
E-Mail: poea.soest@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/soest

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