Posted: 2026-07-26 13:30:00

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Dortmund (ots)

Am 24. Juli eskalierte eine Personenkontrolle am Dortmunder Hauptbahnhof. Ein Mann verweigerte die Identitätsfeststellung, griff die Einsatzkräfte mit Ellbogenschlägen sowie Tritten an und verletzte dabei zwei Polizisten. Zudem bestand gegen ihn ein Haftbefehl.

Gegen 22:15 Uhr trafen die Beamten der Bundespolizei den 35-jährigen Deutschen im Hauptbahnhof Dortmund an und unterzogen ihn einer Personenkontrolle. Der Mann zeigte sich von Beginn an extrem unkooperativ und verweigerte jegliche Angaben zu seiner Person sowie die Aushändigung von Ausweisdokumenten. Nach der Androhung von unmittelbarem Zwang führten die Uniformierten den Beschuldigten am Arm zur Dienststelle, um seine Identität festzustellen. Auf der Wache verweigerte der 35-Jährige erneut die Mitwirkung bei der Identitätsfeststellung mittels Fingerabdrücken. Als die Einsatzkräfte die Maßnahme unter erneuter Zwangsandrohung durchsetzen wollten, holte der Deutsche unvermittelt mit dem Ellbogen zu einem Schlag gegen einen Polizisten aus. Die Beamten brachten den Angreifer umgehend zu Boden, woraufhin dieser erheblichen Widerstand leistete. Während der Fesselung versetzte er zwei Bundespolizisten gezielte Ellbogenschläge ins Gesicht und traf einen weiteren Beamten am linken Knie. Zudem führte er am Boden liegend gezielte Tritte gegen die Einsatzkräfte aus. Erst durch den Einsatz von Fußfesseln konnte die Situation unter Kontrolle gebracht werden. Im Anschluss wurde der Aggressor in den Gewahrsamsbereich verbracht und unter Zwang durchsucht. Ein hinzugerufener Polizeiarzt bescheinigte nach einer medizinischen Untersuchung die Gewahrsamsfähigkeit des Mannes. Bei der veranlassten Identitätsfeststellung stellte sich zudem der vermeintliche Grund für das Verhalten des 35-Jährigen heraus. Gegen den Beschuldigten lag ein Vollstreckungshaftbefehl der Staatsanwaltschaft Münster wegen Sachbeschädigung vor. Da er den geforderten Betrag von insgesamt 2.621 Euro (1.680 Euro Geldstrafe zuzüglich 941 Euro Verfahrenskosten) nicht aufbringen konnte, musste er nun eine 21-tägige Ersatzfreiheitsstrafe verbüßen. Die beiden verletzten Bundespolizisten begaben sich zur weiteren Abklärung ihrer Verletzungen in ein Krankenhaus, ein Beamter war im Anschluss nicht mehr dienstfähig. Die Einsatzkräfte überstellten den 35-Jährigen zunächst in das zentrale Polizeigewahrsam in Dortmund. Der Mann aus Ascheberg muss sich nun auch wegen tätlichen Angriffs auf und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung sowie wegen der Verweigerung von Personalien verantworten.

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