Posted: 2026-08-03 13:17:04

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Düsseldorf (ots)

Am Samstagabend (01. August 2026) nahmen Zivilfahnder der Bundespolizei einen 21-jährigen Libyer vorläufig fest, nachdem dieser einem Reisenden den Rucksack entwendet hatte. Der entstandene Schaden beläuft sich auf schätzungsweise 1500 Euro. Der Geschädigte erhielt sein Eigentum vollständig zurück.

Die Beamten beobachteten den Mann im ICE 224 auf der Fahrt in Richtung Amsterdam Centraal, wie er gezielt nach potenziellen Tatgelegenheiten und möglichen Opfern Ausschau hielt. Gegen 20.30 Uhr erreichte der Zug den Hauptbahnhof Düsseldorf. Dort nahm der Tatverdächtige den Rucksack eines 42-jährigen Reisenden aus der Gepäckablage an sich und ersetzte ihn durch einen ähnlich aussehenden Rucksack. Anschließend verließ er den Zug und flüchtete.

Im Düsseldorfer Stadtgebiet konnte der 21-Jährige durch die eingesetzten Zivilfahnder gestellt und vorläufig festgenommen werden. Anschließend wurde er in das Bundespolizeirevier Düsseldorf gebracht.

Bei der Durchsuchung des Tatverdächtigen fanden die Beamten ein Taschenmesser auf. In dem entwendeten Rucksack befanden sich unter anderem Wertgegenstände, Bargeld sowie Ausweisdokumente.

Zwischenzeitlich konnte der Geschädigte kontaktiert werden, der sich anschließend ebenfalls zum Bundespolizeirevier Düsseldorf begab. Er gab an, den Diebstahl seines Rucksacks nicht bemerkt zu haben.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 21-Jährige zum Zwecke einer Haftvorführung am Folgetag in das Polizeigewahrsam Düsseldorf überstellt.

Die Bundespolizei leitete ein Strafverfahren wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Diebstahls ein.

In diesem Fall wandte der Tatverdächtige den Trick des sogenannten "Rucksack-Austauschs" an. Dabei platziert der Täter während der Zugfahrt einen eigenen, häufig wertlosen, Rucksack in unmittelbarer Nähe des späteren Diebesguts. Kurz vor dem Ausstieg tauscht er diesen unbemerkt gegen den Rucksack des Opfers aus und verlässt den Zug. Dadurch soll der Eindruck einer unbeabsichtigten Verwechslung entstehen. In vielen Fällen bemerken Geschädigte den Diebstahl erst deutlich später oder gehen zunächst von einem Irrtum aus, wodurch die Tat erst verspätet angezeigt wird.

Die Bundespolizei empfiehlt Reisenden, Gepäckstücke niemals unbeaufsichtigt zu lassen. Achten Sie zudem auf ausreichend Abstand zu fremden Personen. Führen Sie nur so viel Bargeld und so viele Zahlungskarten mit, wie tatsächlich erforderlich sind und tragen Sie diese möglichst nah am Körper.

Wertgegenstände, Ausweisdokumente, Zahlungsmittel sowie Mobiltelefone sollten stets am Körper oder in unmittelbarer Reichweite aufbewahrt werden. Tragen Sie Taschen außerdem so, dass die Verschlussseite zum Körper zeigt.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
presse.d@polizei.bund.de
Nina Wittek
Telefon: +49 (0) 211/179276-152
Mobil: +49 (0) 0175 4338127
E-Mail: presse.d@polizei.bund.de
X (Twitter): @BPOL NRW
www.bundespolizei.de

Bismarckstraße 108
40210 Düsseldorf

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
unter oben genannter Kontaktadresse.

Original-Content von: Bundespolizeidirektion Sankt Augustin, übermittelt durch news aktuell

  • 0 Comment(s)
Be the first person to like this.