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Posted:
2026-08-04 10:54:26
Original link:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/6327194
Hamburg (ots)
Tatzeit: 02.08.2026, 19:30 Uhr
Tatort: Hamburg-Billwerder, Billwerder Billdeich
Sonntagabend haben sechs zunächst Unbekannte eine 83-Jährige und einen 51-Jährigen in einem Haus in Hamburg-Billwerder überfallen und den 51-jährigen Mann dabei schwer verletzt. Gestern durchsuchten rund 85 Einsatzkräfte sieben Wohnungen in Hamburg-Bergedorf (4) und -Lohbrügge (3).
Den bisherigen Erkenntnissen der Kriminalpolizei zufolge klingelten zwei zunächst unbekannte weibliche Jugendliche unter einem Vorwand an der Haustür des Einfamilienhauses in Hamburg-Billwerder. Als die 83-jährige Bewohnerin die Haustür öffnete, drangen plötzlich vier unbekannte maskierte männliche Jugendliche gewaltsam ein und durchsuchten das Haus nach Wertgegenständen. Im Obergeschoss trafen sie auf einen 51-jährigen Familienangehörigen der Frau und forderten unter Gewalteinwirkung mit einer Stichwaffe die Herausgabe von Wertgegenständen.
Der 51-Jährige wurde schwer verletzt (mehrere Stich- und Schnittverletzungen) unter Begleitung eines Notarztes in ein Krankenhaus transportiert.
Anschließend flüchteten die Räuber mit ihrer Beute, darunter Schmuck und Bargeld, in unbekannte Richtung.
Umgehend eingeleitete Fahndungsmaßnahmen, an denen auch der Hubschrauber der Bundespolizei "Pirol" und ein Diensthundeführer beteiligt waren, führten zunächst nicht zur Feststellung tatverdächtiger Personen.
Das Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuzes (KIT) übernahm die psychosoziale Akutbetreuung der Angehörigen des Mannes.
Der Kriminaldauerdienst (LKA 26) führte die ersten Ermittlungen am Tatort, welche vom zuständigen Raubdezernat der Region Bergedorf (LKA 173) übernommen wurden.
Umfangreiche Ermittlungen, insbesondere die Videoüberwachungsauswertung im Tatortumfeld, führten die Ermittlerinnen und Ermittler schnell auf die Spur dreier 16-Jähriger (deutsche, ghanaische, polnische Staatsangehörigkeit), eines 15-jährigen Deutschen und einer 16-jährigen Deutschen. Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass die Jugendlichen in einer Vorbeziehung mit ihren Opfern stehen könnten.
Die Staatsanwaltschaft Hamburg erwirkte daraufhin beim Amtsgericht Hamburg fünf Durchsuchungsbeschlüsse für die Wohnungen der Tatverdächtigen in Hamburg-Bergedorf und -Lohbrügge.
Gestern Abend vollstreckten die Einsatzkräfte des Landeskriminalamts, darunter auch Spezialeinheiten (LKA 24), des Polizeikommissariats 43 und der Landesbereitschaftspolizei die erlassenen Beschlüsse.
Den 16-jährigen Deutschen aus Hamburg-Bergedorf und den 16-jährigen Ghanaer aus Hamburg-Lohbrügge trafen die Beamtinnen und Beamten bei den Durchsuchungsmaßnahmen an und nahmen sie vorläufig fest. Sie fanden umfangreiche Beweismittel, deren Auswertung andauert.
Den 15-jährigen Deutschen in Hamburg-Lohbrügge trafen die Einsatzkräfte ebenfalls an. Der Tatverdacht gegen ihn, den 16-jährigen Polen sowie die 16-jährige Deutsche erhärtete sich nicht.
Im Zuge der Durchsuchungsmaßnahmen ergaben sich Hinweise auf einen mutmaßlich tatbeteiligten 14-jährigen Deutschen aus Hamburg-Bergedorf. Für seine Wohnung ordnete die Staatsanwaltschaft Hamburg die Durchsuchung an. Bei der Durchsuchung wurde der 14-Jährige nicht angetroffen. Die Ermittlerinnen und Ermittler stellten aber umfangreiche Beweismittel sicher. Zivilfahnderinnen und Zivilfahnder des PK 43 nahmen ihn am späten Abend in Hamburg-Bergedorf vorläufig fest.
Eine 15-jährige Deutsche aus Hamburg-Bergedorf stellte sich im Rahmen der Einsatzmaßnahmen mit ihren Eltern am Polizeikommissariat 43. Die Durchsuchung ihrer Wohnung führte ebenfalls zur Sicherstellung weiterer Beweismittel. Die Jugendliche wurde nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen entlassen.
Die drei vorläufig Festgenommenen (14, 16, 16) führten die Ermittlerinnen und Ermittler nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen gestern dem Untersuchungsgefängnis zu.
Die Ermittlungen des LKA 173 und der Staatsanwaltschaft Hamburg zu zwei weiteren Tatverdächtigen, einer Frau und einem Mann, dauern an.
Pap.
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