Posted: 2026-08-20 13:30:01

Kreispolizeibehörde Wesel

Kreis Wesel/ Dinslaken (ots)

Aus gegebenem Anlass gibt die Polizei im Kreis Wesel erneut Tipps zur Verhinderung von Straftaten zum Nachteil älterer Menschen.

Im gesamten Kreisgebiet kommt es immer wieder zu Fällen, bei denen Täter versuchen, sich unter einer Legende Zutritt zu fremden Wohnungen zu verschaffen. Das kann der angebliche Mitarbeiter vom Wasserwerk, eines Telefonanbieters oder auch die Vortäuschung einer vermeintlichen Notlage sein.

Die Polizei rät hierzu:

Lassen Sie keine Fremden in Ihre Wohnung. Bestellen Sie Unbekannte zu einem späteren Zeitpunkt wieder und ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.

Lassen Sie nur Mitarbeitende von Handwerksbetrieben oder der Hausverwaltung in Ihre Wohnung, die Sie selbst bestellt haben oder die von Ihrer Hausverwaltung angekündigt worden sind. Das gleiche gilt für vermeintliches Personal der Stadtwerke.

Schauen Sie sich Besuchende vor dem Öffnen der Tür durch den Türspion oder durch das Fenster genau an. Öffnen Sie Unbekannten nur bei vorgelegtem Sperrriegel.

Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel. Rufen Sie im Zweifel vor dem Einlass die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.

Treffen Sie mit Nachbarinnen und Nachbarn, die tagsüber zu Hause sind, die Vereinbarung, sich bei unbekannten Besucherinnen und Besuchern an der Wohnungstür gegenseitig Beistand zu leisten.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Wehren Sie sich energisch gegen zudringliche Besucher, sprechen Sie sie laut an oder rufen Sie um Hilfe und zögern Sie nicht, wenn Sie verdächtige Fremde im Gebäude beobachten, die Polizei unter der Notrufnummer Tel. 110 zu verständigen.

Auch im öffentlichen Raum gilt es, sich gegen unerwünschte Annäherungen fremder Personen und potentielle Diebstähle zu schützen:

Seien Sie skeptisch, wenn Fremde sich Ihnen auf der Straße körperlich nähern. Stehen Sie, zur Not auch energisch, für Ihren persönlichen Raum ein.

Tragen Sie wertvollen Schmuck in der Öffentlichkeit nur mit Bedacht. Machen Sie sich bewusst, dass Sie dadurch ins Visier von potenziellen Täterinnen und Tätern geraten könnten, die gezielt nach lukrativer Beute Ausschau halten.

Achten Sie auf Ihr Umfeld- zum Beispiel auf aufdringliche Menschen im Nahbereich oder Fahrzeuge mit ortsfremden Kennzeichen, aus denen Passanten angesprochen werden.

Suchen Sie sich offensiv Hilfe, wenn Sie sich bedrängt oder unsicher fühlen. Sprechen Sie gezielt andere Passanten an oder rufen Sie Hilfe.

Verständigen Sie nach einem (versuchten) Diebstahl unbedingt die Polizei über den Notruf 110 und teilen Sie alle relevanten Details mit.

In einem aktuellen Fall kam es gestern Nachmittag (19.08.), zwischen 14:40 Uhr und 14:55 Uhr, in Dinslaken auf der Bismarckstraße zu einem Schmuckdiebstahl zum Nachteil einer 85- Jährigen.

Nach dem Aufschließen der Hauseingangstür folgten der Dinslakenerin zwei unbekannte junge Frauen in den Hausflur. Eine der Frauen entriss der Seniorin die Halskette und rannte aus der Hauseingangstür. Die zweite Frau folgte ihr kurz darauf und rannte in Richtung Schillerstraße.

Die beiden Täterinnen waren 15- 25 Jahre alt, ca. 170 cm groß, gepflegt und hell gekleidet. Die Frau, die als zweite flüchtete, soll hellbraune Haare gehabt haben.

Sachdienliche Hinweise bitte an die Polizeiwache Ost in Dinslaken unter Tel.: 02064/ 622-0.

EG/Ref. 260819-1454

Kontakt für Medienvertreter:

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Telefon: 0281 / 107-1055
Fax: 0281 / 107-1009
E-Mail: pressestelle.wesel@polizei.nrw.de
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