Posted: 2026-09-03 08:45:05

Kreispolizeibehörde Soest

Soest (ots)

Am Mittwochabend (02.09.2026) hat die Polizei in Soest mehrere mutmaßlich gefälschte Mobiltelefone sichergestellt. Zuvor soll ein Mann auf einem öffentlichen Parkplatz versucht haben, ein vermeintliches iPhone zu verkaufen. Die Polizei warnt in diesem Zusammenhang vor dem Kauf hochwertiger Elektronik von unbekannten Personen.

Gegen 19 Uhr erhielt die Polizei Kenntnis davon, dass auf einem Parkplatz am Opmünder Weg aus einem Fahrzeug heraus Mobiltelefone zum Verkauf angeboten worden sein sollen.

Ein Zeuge berichtete den eingesetzten Beamten, dass ihm aus einem weißen BMW heraus ein vermeintliches iPhone für 600 Euro zum Kauf angeboten worden sei. Der Mann lehnte das Angebot ab und verständigte die Polizei. Nach seinen Angaben seien währenddessen auch weiteren Passanten Mobiltelefone zum Kauf angeboten worden.

Die Einsatzkräfte trafen wenig später einen weißen BMW mit ausländischer Zulassung an und kontrollierten das Fahrzeug. Bei dem Fahrzeugführer fanden die Beamten ein in Folie verpacktes Mobiltelefon, dessen Verpackung als iPhone 17 Pro Max gekennzeichnet war.

Auffällig waren unter anderem mehrere Rechtschreib- und Formatierungsfehler auf der Verpackung. Zudem soll auf dem Gerät ein Android-Betriebssystem installiert gewesen sein.

Bei der anschließenden Durchsuchung des Fahrzeugs wurden fünf weitere Mobiltelefone in folierten Verpackungen aufgefunden. Auch diese wiesen nach ersten Erkenntnissen Merkmale auf, die auf Fälschungen hindeuten. Drei der Geräte waren unter Kleidungsstücken im Kofferraum verborgen. Weitere Mobiltelefone befanden sich im Bereich des Beifahrerfußraums beziehungsweise auf der Rücksitzbank.

Die Polizei stellte die Mobiltelefone sicher. Die drei angetroffenen Personen wurden nach den polizeilichen Maßnahmen entlassen.

Eine Sicherheitsleistung in Höhe von jeweils 400 Euro wurde durch die Staatsanwaltschaft Arnsberg angeordnet und erhoben. Die Betroffenen stimmten der Vernichtung der mutmaßlich gefälschten Mobiltelefone zu.

Die weiteren Ermittlungen wegen des Verdachts eines Betrugs sowie möglicher Verstöße im Zusammenhang mit gefälschten Markenprodukten dauern an.

Bei den drei Beschuldigten handelt es sich um einen 32-jährigen, einen 26-jährigen und eine 20-jährige aus Frankfurt am Main. Alle besitzen die Rumänische Staatsbürgerschaft.

Polizei gibt Tipps: Vorsicht bei vermeintlichen Schnäppchen

Wer hochwertige Mobiltelefone oder andere elektronische Geräte auf Parkplätzen, an der Haustür oder von unbekannten Personen zu auffällig günstigen Preisen angeboten bekommt, sollte besonders vorsichtig sein.

Die Polizei rät:

   - Keine hochwertigen Elektronikartikel spontan von Fremden kaufen.
     Insbesondere Angebote aus Fahrzeugen heraus sollten misstrauisch
     machen.
   - Vorsicht bei extrem günstigen Preisen. Ein vermeintliches 
     Schnäppchen kann sich schnell als teurer Fehlkauf erweisen.
   - Verpackung genau ansehen. Rechtschreibfehler, ungewöhnliche 
     Schriftarten, schlechte Druckqualität oder fehlende 
     beziehungsweise fehlerhafte Produktangaben können Hinweise auf 
     eine Fälschung sein.
   - Das Gerät vor dem Kauf überprüfen. Stimmen Modellbezeichnung, 
     Betriebssystem, Seriennummer und technische Ausstattung 
     tatsächlich mit dem angebotenen Produkt überein?
   - Serien- und IMEI-Nummer überprüfen. Käufer sollten sich diese 
     vor dem Kauf zeigen lassen und möglichst über den Hersteller 
     beziehungsweise seriöse Händler prüfen.
   - Nicht unter Zeitdruck setzen lassen. Aussagen wie "Ich brauche 
     dringend Geld" oder "Das Angebot gilt nur jetzt" sollten nicht 
     zu einer spontanen Kaufentscheidung führen.
   - Keine Vorauszahlungen leisten. Bei Geschäften mit unbekannten 
     Personen sollte insbesondere von Vorabüberweisungen abgesehen 
     werden.
   - Bei einem verdächtigen Verkaufsangebot die Polizei verständigen.

Wer Zeuge eines solchen Verkaufs wird oder selbst Opfer eines Betrugs geworden ist, sollte den Polizeinotruf 110 wählen beziehungsweise Anzeige bei der Polizei erstatten.

Grundsätzlich gilt: Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist besondere Vorsicht geboten.

Rückfragenvermerk für Medienvertreter:

Kreispolizeibehörde Soest
Pressestelle Polizei Soest
Marco Baffa-Scinelli
Telefon: 02921 - 9100 5310
E-Mail: poea.soest@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/soest

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Soest, übermittelt durch news aktuell

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