Posted: 2026-09-20 17:35:42

Freiwillige Feuerwehr Bad Salzuflen

FF Bad Salzuflen: Übung: Auto rutscht in Biemsen-Ahmsen rund drei Meter in einen Graben / Die Bad Salzufler Feuerwehr prüft mit drei Übungen ihre Leistungsfähigkeit und zieht ein erstes Fazit

Bad Salzuflen (ots)

(dhob). Um ihre eigene Leistungsfähigkeit zu überprüfen, übt die Feuerwehr Bad Salzuflen regelmäßig und unangekündigt den Ernstfall. Während im Mai in einem Wüstener Waldgebiet ein Mähdreher gelöscht werden musste, ging es vergangene Woche zur Baustelle am Vitasol zur Personenrettung auf einen rund 42 Meter hohen Kran. Vergangenen Freitag (18.09.2026) die vorerst letzte, geheime Übung, wie Feuerwehr-Chef Sascha Soormann ankündigte. Gegen 18.15 Uhr wurden die Kräfte zu einem schweren Verkehrsunfall unweit des Gut Hörentrup in Biemsen-Ahmsen gerufen. Dem Szenario zufolge waren auf einem schmalen Weg zwei Autos miteinander kollidiert. Ein Pkw stürzte daraufhin in einen etwa drei Meter tiefen Graben, der andere Wagen blieb seitlich auf einem Feld liegen. Auch ein Fahrrad wurde aufgefunden. Binnen weniger Minuten nach der Alarmierung waren die Kräfte der Löschgruppen Biemsen-Ahmsen und Lockhausen sowie des Löschzugs Schötmar/Werl-Aspe und des Einsatzführungsdienstes vor Ort . Bei einer ersten Erkundung befanden sich insgesamt fünf Menschen in den Fahrzeugen, von dem Radfahrer fehlte jedoch jede Spur. Die Fahrzeuginnensassen waren zum Teil eingeschlossen oder eingeklemmt. Sofort wurden zwei Abschnitte gebildet, um sich angemessen um die Unfallopfer und deren Rettung zu kümmern. Der Einsatzleiter entschied die Drohneneinheit der Feuerwehr Bad Salzuflen hinzuzuziehen, um bei der Suche nach dem vermissten Radfahrer zu helfen. Bei dieser Übung wurde auch der Rettungsdienst des Kreises Lippe involviert. Ein Rettungswagen, ein Notarzt sowie ein Krankentransportwagen waren im Einsatz - allesamt Reservefahrzeuge, um den Regelrettungsdienst der Stadt nicht zu belasten. Gemeinsam mit den Kräften der Feuerwehr wurden geeignete Maßnahmen besprochen und umgesetzt, um die fiktiven Verletzten aus den Fahrzeugen zu befreien. Nachdem weitere Kräfte im Umfeld der Einsatzstelle nach dem vermissten Fahrradfahrer suchten, entdeckte die Feuerwehrdrohne die Person in einem kleinen, rund 300 Meter entfernten Waldgebiet. Sofort machten sich Rettungskräfte auf den Weg, um den Fahrradfahrer zu betreuen. Nach rund anderthalb Stunden war die Übung beendet. Überlegt hatten sich das Szenario ein kleiner Kreis aus Mitgliedern der Löschgruppe Biemsen-Ahmsen - in enger Abstimmung mit der Feuerwehrführung. "Da wir in diesem Jahr keine zentralen Großübungen haben, proben wir die verschiedenen Einsatzlagen an drei unterschiedlichen Tagen", sagte Feuerwehrchef Sascha Soormann. Das ganze jeweils als geheime Alarmübung. Meint: Die eingesetzten Kräfte erfahren erst vor Ort, dass es sich um eine Probe handelt. Sein Fazit am Freitagabend: Die Feuerwehr Bad Salzuflen ist sehr gut aufgestellt. Besonders die Übung in Ahmsen habe noch einmal gut gezeigt, wie eng die Zusammenarbeit in der "Blaulichtfamilie" ist und wie gut diese auch funktioniere. Auch die neu beschaffte Drohne der Feuerwehr habe sich bereits bewährt. Nach dem Übungsende mussten die Wagen noch aus dem Graben sowie vom Feld geschafft werden. Hier half der örtliche Landwirt mit seinem Traktor weiter. Danach konnten die Einsatzkräfte wieder in den jeweiligen Gerätehäusern ihre Einsatzbereitschaft herstellen. Im kommenden Jahr sollen dann wieder angekündigte Großübungen auf die Einsatzkräfte der Feuerwehr warten.

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