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Posted:
2026-09-24 08:18:06
Original link:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6358212
Kiel / Kreis Plön / Rendsburg-Eckernförde (ots)
Aktuell häufen sich im Bereich der Polizeidirektion Kiel wieder Anrufe falscher Polizeibeamter sowie sogenannte Schockanrufe. Die Polizei warnt erneut ausdrücklich vor den Begehungsweisen. Die Täter täuschen unterschiedliche Notlagen vor und geben sich als Polizeibeamte, Ärzte oder Bankmitarbeiter aus. In allen Fällen haben die Täter eine Gewinnabsicht und wollen die Angerufenen zur Zahlung von Geld oder zur Herausgabe von Wertgegenständen bewegen. Am Dienstag kam es in Altenholz zu einem solchen Schockanruf. Die 85-jährige Geschädigte übergab einem Täter Schmuck, Gold und Bargeld in mittlerer sechsstelliger Höhe. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen.
Gestern Vormittag kam es in Altenholz zu einem vollendeten Schockanruf. Eine 85-jährige Frau erhielt gegen 14 Uhr einen Anruf eines vermeintlichen Polizeibeamten, der mitteilte, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall verursacht und jemanden lebensgefährlich verletzt habe. Die Geschädigte müsse eine Kaution zahlen, um ihre Tochter vor der Haft zu verschonen. Die Geschädigte händigte im Laufe des Nachmittags Bargeld, Schmuck und Gold in mittlerer sechsstelliger Höhe an einen Mann aus.
Die Geschädigte beschrieb den Abholer als ca. 40 Jahre alt mit schwarzem Haar. Der Mann trug eine dunkle Hose und ein Hemd. Nach der Abholung entfernte sich der Mann in unbekannte Richtung.
In den letzten Tagen gab es einige dieser Anrufe mit diesem Modus Operandi. Hier blieb es glücklicherweise bei Versuchstaten, da die Angerufenen richtig gehandelt und aufgelegt haben. Im Anschluss informierten diese die Polizei. Die Ermittlungen zu diesen Fällen sind ebenfalls angelaufen.
Nicht selten kennen die Täter persönliche Details, wie z.B. die Namen der Kinder oder weiterer Angehöriger. Die Täter handeln meist organisiert und professionell und haben im Vorwege das Umfeld der Geschädigten ausgekundschaftet.
Das Kommissariat 12 der Bezirkskriminalinspektion Kiel hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen. Personen, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise geben können, werden gebeten sich beim Kriminaldauerdienst in Kiel unter der Rufnummer 0431-160 3333 zu melden.
Wir geben erneut Hinweise zum Umgang mit derartigen Anrufen:
- Die Polizei nimmt kein Bargeld oder Wertgegenstände zur
Sicherung oder Überprüfung entgegen. Wir nehmen auch kein
Bargeld an, damit ein Angehöriger einer Haftstrafe entgeht. - Die Täter, die sich als Polizeibeamte am Telefon oder vor ihrer
Haustür mit einem solchen Anliegen an sie wenden, gehen in der
Regel hochprofessionell vor und verwickeln Sie in lange
Gespräche, zum Teil mit unterschiedlichen Gesprächspartnern. - In einigen Fällen wurden die Angerufenen zur Verschwiegenheit
verpflichtet und der Anrufer drohte mit strafprozessualen
Maßnahmen, falls der Angerufene mit Dritten über den Vorfall
sprechen würde. - Lassen Sie sich von diesen Personen nicht unter Druck setzen
oder einschüchtern und nehmen Sie umgehend Kontakt zu Ihrer
Polizei auf. Beenden Sie dazu eigenhändig das Gespräch und
wählen selbst die 110. - Seien Sie misstrauisch, wenn vermeintliche Angehörige
kurzfristig Geld für den Kauf eines Autos, eines Hauses oder
Ähnlichem von ihnen benötigen und das Geld womöglich an
vermeintliche Freunde ausgehändigt werden soll. Beenden Sie auch
hier das Gespräch eigenhändig und rufen Ihre Angehörigen unter
der Ihnen bekannten Rufnummer zurück. - Fragen Sie sich bei Gewinnversprechen, ob Sie tatsächlich an
einem Preisausschreiben teilgenommen haben. Gehen Sie nicht in
Vorleistung, um Gewinne zu erhalten. - Prüfen Sie, ob ein Eintrag in Telefonbüchern oder
Online-Telefondatenbanken wirklich nötig ist. Kürzen Sie Ihre
Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben ab. - Weitere Präventionshinweise zu diesem und weiteren Themen finden
sich auf der Internetpräsenz der Landespolizei
Schleswig-Holstein: https://t1p.de/pbefStephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de
Original-Content von: Polizeidirektion Kiel, übermittelt durch news aktuell
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