Posted: 2025-04-02 12:20:52
Salzlandkreis  Am Dienstagnachmittag wurde eine 89-Jährige Rentnerin Opfer von Betrügern.  Den bisher hier vorliegenden Erkenntnissen zufolge wurde sie von einer Frau angerufen, welche ihr mitteilte, dass ihre Tochter einen schweren Verkehrsunfall mit tödlichem Ausgang verursacht hat. Damit die Tochter nicht ins Gefängnis muss, müsste sie 30.000.-€ Kaution bezahlen. Die 89-Jährige antwortete, dass sie so viel Bargeld nicht zu Hause hat. Das vorhandene Bargeld belief sich auf 10.000.-€ und etwas Schmuck. Diese bot sie der Anruferin auch an. Eine Übergabe des Geldes wurde angeblich in Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft sofort organisiert. Die Anruferin blieb die ganze Zeit am Telefon, um so offenbar die Kontaktaufnahme zur Tochter zu verhindern. Etwas später erschien dann auch eine männliche Person um das Bargeld in Empfang zu nehmen. Als die Rentnerin in die Wohnung zurückkehrte, war die Anruferin immer noch am Telefon. Sie wies die 89-Jährige an noch am Telefon zu warten, sie wird verbunden. Als das Telefon lange Zeit später automatisch getrennt wurde und sie noch keine Information zur Entlassung der Tochter hatte, rief sie bei der Tochter an. Hierbei stellte sich dann heraus, dass die Tochter keinen Unfall und auch nicht angerufen hatte. Die Polizei und die Verbraucherschutzzentralen empfehlen solchen finanziellen Forderungen nicht zu entsprechen. Die Betrüger lassen sich fast täglich neue Varianten einfallen, um an ihr Erspartes zu gelangen. Im vorliegenden Fall könnte es sich um eine Kombination aus dem Schockanruf und eine etwas abgeänderte Variante des schon bekannten Enkeltricks handeln. Daher nochmal der Hinweis, lassen sie sich am Telefon zu nichts drängen. Informieren sie mindestens einen Vertrauten ihrer Wahl über solche Telefonate und besprechen ein weiteres Vorgehen. Im Zweifelsfall heißt es also lieber einen Vertrauten fragen, bevor man Opfer eines solchen Betruges wird. Ist man bereits Opfer geworden, scheuen sie sich nicht eine Strafanzeige aufzugeben, nur so können die Behörden auch eine Strafverfolgung realisieren und weitere Ermittlungen einleiten. Die traurige Wahrheit ist allerdings auch, dass vermehrt Opfer wiederholt oder durch gleichgelagerte Sachverhalte um ihre Ersparnisse gebracht werden. Es handelt sich um einen gut organisierten Kriminalitätszweig welcher überwiegend über Callcenter aus dem Ausland geführt und organisiert wird. Im Rahmen der Präventionsarbeit ist es daher eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe gerade unsere Rentner vor solchen Betrügern zu schützen. Sprechen sie mit ihren Angehörigen über solche Betrugsmaschen und erwecken sie ein gesundes Misstrauen. Weiterführende Information zu aktuellen Betrugsmaschen erhalten sie bei den Verbraucherschutzzentralen oder ihrer Polizei. (koma)  
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