Posted: 2026-01-13 19:57:29

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin

Düsseldorf (ots)

Die Bundespolizei hat am 13.01.2026 um 15.00 Uhr am S-Bahnhaltepunkt Düsseldorf-Volksgarten zwei männliche Personen (16, 20) vorläufig festgenommen, die zuvor einen Zugbegleiter in einer S-Bahn der Linie S6 verbal attackierten und am Haltepunkt Düsseldorf-Garath mit einer Schusswaffe bedrohten.

Nach bisherigen Erkenntnissen meldete das Polizeipräsidium Düsseldorf der Bundespolizei fernmündlich eine Bedrohungslage in einer S-Bahn. Die tatverdächtigen Personen, ein 16-jähriger Marokkaner und ein 20-jähriger Afghane (waffenführende Person), hatten nach dem Vorfall den Zug und dann den Tatort verlassen.

Im Rahmen einer sofort eingeleiteten Nahbereichsfahndung der Bundespolizei wurden die Tatverdächtigen kurze Zeit später unter Mithilfe eines weiteren Zugbegleiters am S-Bahn Haltepunkt Düsseldorf-Benrath wiedererkannt. Dieser hatte die Tat zuvor beobachten können und umgehend die Bundespolizei informiert.

Die beiden Tatverdächtigen stiegen erneut in eine S-Bahn und fuhren in Richtung Düsseldorf-Volksgarten. Auf Anordnung der Bundespolizei wurde der Zug kurz vor dem Haltepunkt angehalten. Beamtinnen und Beamte der Landespolizei NRW sperrten den Bereich ab. Einsatzkräfte der Bundespolizei griffen unter erhöhten Sicherheitsmaßnahmen - schwere Schutzausstattung / einsatzbereite Schusswaffen - zu.

Die beiden Tatverdächtigen konnten im hinteren Bereich des Zuges festgestellt und vorläufig festgenommen werden. Eine im Zug aufgefundene Waffe stellte sich als Schreckschusswaffe heraus und wurde sichergestellt.

Der Zug wurde evakuiert. Reisende wurden seitens der Bundes- und Landespolizei sowie den hinzukommenden Rettungskräften betreut. Eine Person erlitt im Zusammenhang mit dem Polizeieinsatz eine Panikattacke und musste medizinisch versorgt werden.

Die Tatverdächtigen wurden zur weiteren Sachbearbeitung in das Bundespolizeirevier Düsseldorf am Düsseldorfer Hauptbahnhof gebracht. Die Identitäten wurden zweifelsfrei festgestellt, weitere Durchsuchungen verliefen negativ. Gegen die Personen wurde ein Strafverfahren wegen Bedrohung eingeleitet.

Beide Tatverdächtigen waren bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten. Nach Abschluss der Maßnahmen und nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten des 16-jährigen Tatverdächtigen wurden beide Personen getrennt voneinander entlassen.

Die Bundespolizei bedankt sich bei den beteiligten Einsatzkräften sowie bei den Reisenden für ihr umsichtiges Verhalten.

Rückfragen bitte an:

Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bundespolizeiinspektion Düsseldorf
Armin Roggon
Telefon: 0173 5628 599
E-Mail: armin.roggon@polizei.bund.de
X (Twitter): @BPOL NRW
www.bundespolizei.de

Bismarckstraße 108
40210 Düsseldorf

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.bundespolizei.de oder
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