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Posted:
2026-02-17 08:28:47
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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6218165
Kiel (ots)
Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Seit 6:00 Uhr durchsuchten rund 400 Polizeikräfte und zehn Staatsanwältinnen und Staatsanwälte im Stadtteil Gaarden mehr als 40 Durchsuchungsobjekte in mehr als 30 Ermittlungsverfahren wegen Betäubungsmitteldelikten. Durch die mehrere Monate vorbereitete Aktion sollen Strukturen der organisierten Betäubungskriminalität aufgeklärt werden.
Aufgrund der konsequenten Verfolgung des Straßenhandels von Betäubungsmitteln in der vergangenen Zeit verlagerte sich der Verkauf von der Straße in verschiedene Wohnungen, insbesondere in dem Stadtteil Kiel Gaarden. Aus den in der Szene bekannten Wohnungen heraus werden täglich rund um die Uhr Betäubungsmittel an Konsumenten verkauft. Allerdings werden in den Wohnungen aufgrund des Entdeckungsrisikos lediglich eher geringe Mengen an Betäubungsmitteln verwahrt. Daher ist es mittels Durchsuchungen und Festnahme der Verkäufer bislang nicht gelungen, den Handel nachhaltig zu unterbinden.
Die Einsatzkräfte der Bezirkskriminalinspektion Kiel und der Staatsanwaltschaft Kiel entschieden daher, einen aufwendigen Ermittlungsansatz zu erproben. Ziel ist es, die Täter daran zu hindern, auf Durchsuchungen einzelner Objekte rechtzeitig zu reagieren und versteckte Betäubungsmittel oder sonstige Beweismittel wegzuschaffen.
Durch aufwendige verdeckte Ermittlungsmaßnahmen sind in den letzten Monaten verschiedene an dem organisierten Betäubungsmittelhandel mutmaßlich beteiligte Personen und tatrelevante Örtlichkeiten (Verkaufswohnungen und Verstecke) identifiziert worden.
Die Ermittlungen richten sich derzeit gegen mehr als 30 Beschuldigte. Gegen diese sind Durchsuchungsbeschlüsse für rund 40 Objekte durch das Amtsgericht Kiel erlassen worden, die zeitgleich vollstreckt werden. Aufgrund der Anzahl der Durchsuchungsobjekte sind für deren zeitgleiche Sicherung erhebliche Polizeikräfte erforderlich. Neben Angehörigen der Bereitschaftspolizei aus Schleswig-Holstein und mehreren Bundesländern, sind Spezialkräfte aus Schleswig-Holstein und Hamburg unterstützend im Einsatz. An verschiedenen Durchsuchungsobjekten, sowie zur schnellen Beantragung strafprozessualer Folgemaßnahmen, nehmen rund zehn Staatsanwältinnen und Staatsanwälte der Staatsanwaltschaft Kiel an dem Einsatz teil.
Im Rahmen der Durschuchungen stellten Polizeikräfte diverse Beweismittel, darunter Mobiltelefone, Bargeld und weitere tatrelevante Gegenstände sicher. Aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens werden keine detaillierten weiteren Auskünfte gegeben.
Einzelne Maßnhamen dauern noch an und können sich bis in den frühen Nachmittag erstrecken.
Polizeikräfte nahmen im Rahmen der Durchsuchungen drei männliche Personen vorläufig fest. Hierbei handelt es sich um zwei 24-jährige und 34-jährige Iraker und einem 33-jährigen Syrer. Sie sollen im Laufe des Tages auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel einem Haftrichter beim Amtsgericht Kiel vorgeführt werden.
Der Gesamteinsatzleiter Kriminaloberrat Alexander Beckmann dankt allen Einsatzkräften und Beteiligten für die professionelle und reibungslose Einsatzwahrnehmung und das engagierte Auftreten.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel
Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
Pressestelle
Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de
Original-Content von: Polizeidirektion Kiel, übermittelt durch news aktuell
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