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Posted:
2026-03-07 20:33:38
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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/69788/6230868
Sprockhövel (ots)
Am 6. März 2026 fand die Jahresdienstbesprechung der Freiwilligen Feuerwehr Sprockhövel im IG Metall Bildungszentrum statt. Unter den geladenen Gästen waren anwesend neben der Bürgermeisterin der Stadt Sprockhövel, Sabine Noll, auch die stellv. Bürgermeister, Dr. Christian Waschke, René Sobisch und Alexander Karsten, sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Rat, Verwaltung und Politik, weitere Repräsentanten der Feuerwehren im EN-Kreis, der Polizei und des THW. Für eine musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte traditionsgemäß wieder der Musikzug der Feuerwehr. Frau Noll richtete ihren ausdrücklichen Dank an die vielen Anwesenden der Feuerwehr Sprockhövel in dem großen Tagungssaal des Bildungszentrums. Ihren Ausführungen nach gebe die freiwillige Feuerwehr der Bevölkerung das Gefühl der Sicherheit durch ihre Einsatzstärke. Besonders hob sie die Haltung, die Menschlichkeit und den Mut der ehrenamtlichen Feuerwehrleute hervor. Anschließend richtete der Kreisbrandmeister, Martin Weber Grußworte an die Anwesenden. Er dankte den Kameradinnen und Kameraden für die aktive Teilnahme auf Kreisebene und überbrachte den Dank des Landrates. Der Vizepräsident des Kreisfeuerwehrverbands, Ralf Tonetti bedankte sich für die Einladung zur Jahresdienstbesprechung und richtete Grüße des Kreisfeuerwehrverbands aus. In Sprockhövel können sich die Bürgerinnen und Bürger auf ihre leistungsstarke, rein ehrenamtliche Feuerwehr verlassen. Denn anders als oft vermutet, rückt nicht erst eine Berufsfeuerwehr aus, während die Freiwillige Feuerwehr lediglich unterstützt. Alle Einsätze werden durch bestens ausgebildete, rein ehrenamtliche Kräfte bewältigt. Diese Struktur findet sich in vielen nordrhein-westfälischen Städten und Gemeinden. Eine immer wiederkehrende Prüfung der Aufsichtsbehörden stellt dabei sicher, dass die Hilfeleistung garantiert ist - auch, wenn das Einsatzpersonal eben rein aus dem Ehrenamt gestellt wird. Und das gelang in 2025 den 207 (Vorjahr: 215) Feuerwehrleuten im Einsatzdienst - davon 18 Frauen (Vorjahr: 18 Frauen) - wie auch in den Jahren zuvor. Zu insgesamt 384 Einsätzen (Jahr 2024: 365 Einsätze) rückten sie aus und erbrachten dabei rund 7600 Personalstunden. Damit bleiben die Einsatzzahl nach dem Rekordjahr 2023 (436 Einsätze) weiter auf dem sonst üblichen Niveau. Um die Vielzahl verschiedenster Einsatzszenarien professionell bewältigen zu können, wurden die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr in rund 3676 Ausbildungsstunden in diversen Lehrgängen auf Stadt-, Kreis- und Landesebene kontinuierlich aus- und weitergebildet. Dieses Volumen entspricht ca. 460 Arbeitstagen á 8 Stunden. Dazu kommen die regelmäßig stattfindenden Übungsabende an den sechs Standorten der Feuerwehreinheiten im Stadtgebiet. Ob eine Kommune den Brandschutz und die Hilfeleistung über eine rein ehrenamtliche Feuerwehr abbilden darf und kann, wird regelmäßig mit dem durch den Rat der Stadt verabschiedeten und bei den Aufsichtsbehörden vorgelegten Brandschutzbedarfsplan durch die Bezirksregierung überprüft. In dem Plan werden u.a. in Abhängigkeit von einzelnen Flächen im Stadtgebiet - aufgeteilt nach bestimmten Szenarien (z.B. Brand oder technische Hilfe) - die Mindestanzahl an Feuerwehrkräften und die Eintreffzeit durch den Ratsbeschluss festgelegt. Mit dem Anfang 2025 vorgelegten aktuellen Brandschutzbedarfsplan hat die Bezirksregierung erneut eine Ausnahmegenehmigung erteilt. D.h. die Freiwillige Feuerwehr Sprockhövel ist weiterhin leistungsstark genug und es sind keine hauptamtlichen Kräfte zur Verstärkung notwendig. Neben einer Ausstattung mit modernen Einsatzmitteln und guten bauliche Rahmenbedingungen, die den Anforderungen der heutigen Zeit entsprechen, ist auch die Nachwuchsgewinnung ein wichtiger Baustein, um auch zukünftig leistungsstark agieren zu können. Insgesamt 69 (Vorjahr: 64) junge Menschen werden altersgerecht in der eigenen Kinder- und auch Jugendfeuerwehr an Feuerwehrthemen herangeführt. Der Rückgang der absoluten Zahlen ist dem Übertritt einiger Jugendlichen nach Erreichen der Volljährigkeit in den aktiven Einsatzdienst zu verdanken. Demnach ist dieser Effekt tatsächlich wünschenswert, wenn es zugleich gelingt weitere Kinder zum Mitmachen in der Kinder- und Jugendfeuerwehr zu begeistern, sodass die Personalstärke langfristig gehalten werden kann. Nicht zu vernachlässigen ist in diesem Kontext auch die Ausprägung von charakterlichen Stärken wie u.a. Teamfähigkeit und ein respektvoller Umgang untereinander. Für die Kinderfeuerwehr gibt es sogar wegen des hohen Interesses eine Warteliste. Doch rein auf die Rekrutierung aus den eigenen Reihen zu setzten, wäre auch wegen des demografischen Wandels nicht ausreichend. So richten sich die Bemühungen der Öffentlichkeitsarbeit auch an potentielle Quereinsteigende. Insbesondere die Tage der offenen Türen an den Feuerwehrstandorten aber auch weitere öffentliche Veranstaltungen der einzelnen Einheiten tragen dazu bei mit den Bürgerinnen und Bürgern in Kontakt zu kommen. Wer die Feuerwehr Sprockhövel im Kinoformat kennenlernen möchte, kann seit drei Jahren auch einen aufwendig produzierten Imagefilm der Wehr auf YouTube anschauen. Dabei sendet die Feuerwehr eine klare Botschaft aus: Zur Mitwirkung in diesem Ehrenamt ist jeder herzlich eingeladen. Dabei passt sich die Organisation an die jeweiligen Lebenssituationen und auch an das Leistbare der Neuzugänge an. Die persönlichen Stärken werden individuell gefördert, denn man kann sich innerhalb der Feuerwehr spezialisieren. Und auch jemand, der sich den aktiven Einsatzdienst nicht zutraut, kann in der Unterstützungsabteilung seinen Dienst für die Gesellschaft erbringen. Das alles sind Voraussetzungen für einen langjährigen Werdegang in diesem Ehrenamt, ob aktiv im Einsatz, unterstützend im Hintergrund, als treue Kameradin und treuer Kamerad in der Ehrenabteilung oder als kulturliebende Musizierende im Orchester oder der Bigband des Musikzuges. Gewürdigt wird dieses Engagement auf der Jahresdienstbesprechung nicht nur durch die Beförderungen in höhere Dienstgrade, sondern auch durch Ehrungen für langjährige und besondere Verdienste innerhalb der Feuerwehr. So wurden viele Kameraden mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Silber für die 25-jährige pflichttreue Diensterfüllung ausgezeichnet. Darunter: Thaddäus Duda und André Winkelhardt. Wer ganze 35 Jahre der Feuerwehr die Treue erweist erhält das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes NRW in Gold. Diese Auszeichnung erhielt Jan Bremmer. Weitere Würdigungen für das langjährige Engagement werden auch durch Auszeichnungen des Verbandes der Feuerwehren in NRW (VdF-NRW) zum Ausdruck gebracht. Für das 40-jährige Engagement wurden Volker Ackermann, Martin Fuchs, Lars Hellhammer, Berthold Hielscher, Jochen Neuhaus, Markus Schmidt, Marc Westmeier, Frank Welling und Christian Zittlau ausgezeichnet. Für 50 Jahre erhielten die Kameraden Uwe Klink, Reiner Küster und Albrecht van Well die entsprechende Ehrennadel samt Urkunde. Für ganze 70 Jahre wurde der Kamerad Karl Heinz Eversberg durch den VdF-NRW ausgezeichnet. Dem Leiter der Feuerwehr, Christian Zittlau wurde durch den Landesbranddirektor Thomas Deckers das Brand- und Katastrophenschutz-Ehrenzeichen in Silber des Landes Nordrhein-Westfalens für seine außerordentlichen Verdienste verliehen. Der Bezirksbrandmeister Uwe Wiedenbeck des Regierungsbezirks Arnsberg, der Kreisbrandmeister Martin Weber und der Präsident des Kreisfeuerwehrverbands Ennepe-Ruhr Michael Willms, der stellv. Landrat des Ennepe-Ruhr-Kreises Daniel Pilz und die Bürgermeisterin Sabine Noll der Stadt Sprockhövel sowie Stadtbrandinspektor Frank Welling wohnten der Ehrung bei. Zusammenfassend zeigte sich auf der abendlichen Veranstaltung im IG Metall Bildungszentrum: Die Feuerwehr Sprockhövel ist und bleibt leistungsstark. Dies gelingt auch, weil entscheidungstragende Personen aus der Politik das Potential dieser rein ehrenamtlichen Struktur erkennen und jene Rahmenbedingungen schaffen, die eine gut funktionierende Feuerwehr ermöglichen. Auf diese Unterstützung und den weiteren Ausbau verlassen sich die ehrenamtlichen Feuerwehrleute, die im Ernstfall ihr Leben für andere Menschen einsetzen würden, auch zukünftig.
Rückfragen bitte an:
Pressestelle der Feuerwehr Sprockhövel
Arno Peters
Stellv. Pressesprecher
Erreichbarkeit der Pressestelle:
Telefon: +49 (0)2339 9071-810
(Bitte eines Rückrufes gerne auch per E-Mail)
E-Mail: pressesprecher@feuerwehr-sprockhoevel.de
www.feuerwehr-sprockhoevel.de
Original-Content von: Feuerwehr Sprockhövel, übermittelt durch news aktuell
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