Posted: 2026-03-16 08:46:12

Polizeidirektion Kiel

Eckernförde (ots)

Gemeinsame Pressemitteilung der Staatsanwaltschaft Kiel und der Polizeidirektion Kiel und Neumünster

Nach dem Tötungsdelikt in Eckernförde am vergangenen Mittwochabend steht auch der Bereich Sauersgang im öffentlichen Fokus. Vor diesem Hintergrund stellt die Polizei klar, dass der betreffende Bereich in der jüngeren Vergangenheit nicht als kriminalitätsbelasteter Schwerpunkt eingestuft war.

Der Sauersgang war im Mai 2022 vom 19.05.22 bis 15.06.22 vorübergehend als sogenannter Kontrollort eingerichtet worden. Hintergrund war eine damalige Häufung von Straftaten, insbesondere Körperverletzungen, Bedrohungen, Nötigungen sowie Sachbeschädigungen bis hin zu einzelnen Raubdelikten. Nach einer anschließenden Lagebewertung stellte sich jedoch heraus, dass sich die Situation vor Ort stabilisiert hatte und die rechtlichen Voraussetzungen für eine solche Maßnahme nicht mehr vorlagen. Der Kontrollbereich wurde daher wieder aufgehoben.

Seitdem lagen keine belastbaren Erkenntnisse oder statistischen Hinweise vor, die eine erneute Einrichtung eines Kontrollbereiches gerechtfertigt hätten.

Nach derzeitigem Stand handelt es sich bei der in der Öffentlichkeit diskutierten Gewalttat um einen Einzelfall, die keine veränderte kriminalitätsbelastete Lage erkennen lässt.

Polizei und Staatsanwaltschaft gehen nicht davon aus, dass hier wahllos auf ein Opfer eingewirkt worden ist, sondern dass dem ein gezieltes vorheriges Geschehen zugrunde gelegen hat. Eine Gefahr für die Allgemeinheit habe hier nicht bestanden.

Sonntagabend fand eine Spurensuche im Bereich der Schule am Noor in Eckernförde statt. Auskünfte zu möglicherweise aufgefundenen tatrelevanten Gegenständen werden derzeit aufgrund des laufenden Ermittlungsverfahrens nicht gegeben.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

Constanze Becker, Pressesprecherin der Polizeidirektion Neumünster

Michael Bimler, Staatsanwaltschaft Kiel

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