Posted: 2026-03-21 17:45:28

Freiwillige Feuerwehr Gangelt

FW Gangelt: Hilfe ohne Grenzen: Erfolgreiche Großübung "EMREX" in Gangelt - 700 Retter aus drei Nationen trainieren Ernstfall

Kreis Heinsberg / Gangelt (ots)

Ein simulierter Massenunfall auf der Kreisstraße 13 bei Gangelt bildete am heutigen Samstag die Kulisse für eine der größten grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübungen der letzten Jahre im Kreis Heinsberg. Unter dem Namen "EMREX" probten rund 630 Einsatzkräfte aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien sowie 65 Verletztendarsteller erfolgreich die Zusammenarbeit bei einer komplexen Schadenslage. Das Szenario war äußerst fordernd: Ein schwerer Verkehrsunfall auf der Ortsumgehung Gangelt (K13) mit einer Vielzahl von Verletzten (MANV - Massenanfall von Verletzten). Ziel der Übung war es, die Rettungsketten innerhalb des EMRIC-Verbundes (Euregio Maas-Rhein Incident and Crisis Management) unter realen Bedingungen zu testen und zu festigen. Dabei stand nicht nur die medizinische Versorgung im Fokus, sondern vor allem die Kommunikation und Koordination zwischen den verschiedenen nationalen Systemen. Grenzüberschreitende Synergie im EMRIC-Verbund Dass Hilfe keine Grenzen kennt, bewiesen die Einheiten der Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen aus dem Kreis Heinsberg, der Städteregion Aachen sowie den Provinzen Limburg (NL), Limburg (B) und Lüttich (B). Erstmalig kam dabei im Kreis Heinsberg auch die digitale Einsatzunterstützung "rescueTABLET" flächendeckend zum Einsatz, um ein organisationsübergreifendes Echtzeit-Lagebild zwischen den Einsatzkräften vor Ort und der Leitstelle zu gewährleisten. Auch das "Eumed Hospital"-Konzept, bei dem freie Bettenkapazitäten in den Krankenhäusern der gesamten Euregio abgefragt werden, wurde erfolgreich in die Übungsabläufe integriert. Landrat Stephan Pusch lobt das Zusammenspiel der Kräfte Landrat Stephan Pusch, der die Übung vor Ort persönlich verfolgte und um 8.22 Uhr die Alarmierung über die Leitstelle des Kreises Heinsberg auslöste, zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Professionalität und Schlagkraft der beteiligten Einheiten. In seinem Resümee dankte er allen Beteiligten für die monatelange Vorbereitung und die reibungslose Umsetzung: "Was wir heute hier in Gangelt erlebt haben, ist gelebtes Europa und ein starkes Signal für die Sicherheit der Menschen in unserer Grenzregion. Ich danke jedem Einzelnen, der an dieser logistischen Meisterleistung mitgewirkt hat." Der besondere Dank des Landrates galt dabei den zahlreichen ehrenamtlichen Kräften, die das Rückgrat des Katastrophenschutzes im Kreis Heinsberg bilden. "Dass Ehrenamtler und Hauptamtler hier so Hand in Hand und auf Augenhöhe mit unseren internationalen Partnern zusammenarbeiten, ist außergewöhnlich und keine Selbstverständlichkeit. Dieser Einsatz verdient höchste Anerkennung", sagte Landrat Stephan Pusch. Übungsleiter und bei den mehr als einjährigen Vorbereitungsarbeiten federführend war Günter Paulzen von der Feuerwehr Gangelt, dienstältester Wehrleiter im Kreis Heinsberg. "Ein herzliches Dankeschön geht auch an die Anwohnerinnen und Anwohner hier in Gangelt, Vinteln, Hastenrath und Breberen. Wir wissen, dass eine Vollsperrung der K13 Unannehmlichkeiten mit sich bringt", sagte Guido Willems, Bürgermeister der Gemeinde Gangelt, "aber die Unterstützung und das Verständnis, das wir hier erfahren, zeigen, dass die Bevölkerung hinter ihren Rettern steht." Andreas Dovern, Vorsitzender der EMRIC-Lenkungsgruppe überzeugte sich während der Übung persönlich von der reibungslosen Zusammenarbeit der niederländischen, belgischen und deutschen Einsatzkräfte: "Wir haben heute in Gangelt erlebt, wie hervorragend EMRIC im Sinne des europäischen Gedankens funktioniert. Ich bin sehr zufrieden mit dem Engagement aller Beteiligten, denn dieses nahtlose Zusammenspiel über Grenzen hinweg rettet im Ernstfall wertvolle Zeit und damit Leben. Diese Übung zeigt einmal mehr, dass wir in der Euregio in vorbildlicher Weise beim Katastrophenschutz gemeinsam an einem Strang ziehen." Hintergrund und Ausblick Die Übung "EMREX" verdeutlichte, dass die unterschiedlichen Gesetze und Systeme der drei Länder durch regelmäßiges Training und enge Abstimmung im EMRIC-Verbund erfolgreich synchronisiert werden können. Während die Einsatzkräfte den fiktiven Massenunfall abarbeiteten, wurde der reguläre Brandschutz und die Notfallversorgung in der Region zu jedem Zeitpunkt durch die örtlichen Einheiten sichergestellt. Auch das Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) war eingebunden, um die Belastungen eines solchen Einsatzes realitätsnah abzubilden. Die Ergebnisse der Übung werden nun in den kommenden Wochen detailliert ausgewertet, um die grenzüberschreitenden Protokolle für den Ernstfall weiter zu verfeinern und verbessern. Über EMRIC EMRIC ist ein einzigartiger Zusammenschluss von öffentlichen Diensten, die für Brandbekämpfung, Rettungswesen und Katastrophenschutz in der Euregio Maas-Rhein zuständig sind. Partner sind unter anderem der Kreis Heinsberg, die Städteregion Aachen, die Provinz Limburg (NL), die Provinz Limburg (B) und die Provinz Lüttich (B).

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Michael Heckers
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52525 Heinsberg

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