Local News
Posted:
2026-03-31 13:28:57
Original link:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/50510/6247477
Duisburg (ots)
Die Polizei Duisburg warnt vor betrügerischen Anrufen auch in anderen Sprachen. Trickbetrüger und -diebe schrecken nicht davor zurück, Seniorinnen und Senioren auch in ihrer jeweiligen Muttersprache anzusprechen und das jeweilige Heimatland in eine erfundene Geschichte einzubauen, um Geld zu erbeuten.
Anlass dieser Warnung ist ein aktueller Fall aus Ruhrort:
Eine russischstämmige Frau (89) war am Montagmittag (30. März, 13:10 Uhr) von Betrügern angerufen worden, die ihr vorgaukelten, ihre Enkeltochter sei in einen Verkehrsunfall in Osteuropa verwickelt. Nur eine Geldzahlung würde die junge Frau vor dem Gefängnis bewahren. Dabei sprachen die Anrufer von Anfang an russisch mit der Seniorin und nannten den echten Namen der Enkelin. Sie korrigierten während des Telefonats die geforderte Summe immer weiter nach unten - offenbar, um eine tatsächliche Zahlung ihres Opfers sicherzustellen. Die 89-Jährige sollte eine vierstellige Summe Bargeld einem Abholer übergeben. Kurz bevor es zur Übergabe kam, beendete die Frau das Telefongespräch auf Anraten ihrer in der Zwischenzeit kontaktierten Tochter.
Trickbetrüger arbeiten häufig hochgradig professionell. Nicht selten kommen solche Anrufe aus kriminellen Callcentern im Ausland. Oftmals können sich die Täter schnell auf die jeweiligen Erfordernisse einstellen und beispielsweise nach dem Erkennen eines bestimmten Dialektes beim Opfer eine Person in der jeweiligen Sprache in das Gespräch einbinden. Oftmals greifen sie auch auf illegal erlangte Daten zurück, die neben Telefonnummern oder Adressen auch einen Migrationshintergrund offenlegen können.
Die Polizei warnt daher: Gehen Sie zurückhaltend mit Ihren Daten um. Achten Sie darauf, vor allem online nicht zu viel von sich preiszugeben, oder nicht mehr genutzte Accounts zu löschen. Vereinbaren Sie innerhalb der Familie ein Codewort für den Ernstfall und fragen Sie am Telefon nach diesem Wort, wenn Sie Zweifel haben. Sollten Sie den Verdacht auf eine Straftat haben, rufen Sie im Zweifelsfall sofort die Polizei unter der 110.
Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:
Polizei Duisburg
- Pressestelle -
Polizei Duisburg
Telefon: 0203 280 -1041, -1045, -1046, -1047
Fax: 0203 280 1049
E-Mail: pressestelle.duisburg@polizei.nrw.de
https://duisburg.polizei.nrw
außerhalb der Bürodienstzeiten:
Polizei Duisburg
Telefon: 0203 2800
Original-Content von: Polizei Duisburg, übermittelt durch news aktuell
Be the first person to like this.