Posted: 2026-04-01 09:35:34

Polizei Coesfeld

Coesfeld (ots)

Die Zahl der Wildunfälle war mit 6033 auch im Jahr 2025 hoch im Kreis Coesfeld. Auf 5760 belief sich das Zahl im Jahr zuvor.

Derzeit kommt es im Kreis Coesfeld nahezu täglich zu Zusammenstößen mit Wild. Der Berufsverkehr fällt aufgrund der Zeitumstellung wieder in die Dämmerung und somit in die jahreszeitlich stärksten Aktivitäten der Rehe. Sie suchen nach Nahrung und fechten Revierkämpfe aus.

Die Polizei weist darauf hin, dass der Wildwechsel in den kommenden Wochen weiter zunehmen wird. Die Zahlen bewegen sich seit Jahren auf diesem Niveau, wie Polizeidirektor Thomas Eder sagt. Der ranghöchste Polizist im Kreis Coesfeld setzt sich für die Senkung der Wildunfallzahlen seit vielen Jahren ein.

Nicht nur durch Geschwindigkeitskontrollen, sondern auch durch Aufklärung. "Hier geht es nicht darum, die Verkehrsteilnehmer mit Kontrollen zu ärgern, oder sie zu belehren, sondern wir wollen verdeutlichen, dass es im schlimmsten Fall um die eigene Gesundheit gehen kann, sobald es zu einem Wildunfall kommt." Daher gebe es auch in diesem Jahr wieder Geschwindigkeitskontrollen und Aufklärung.

   Die Polizei rät:
   - Insbesondere morgens und abends sehr aufmerksam und mit 
     angepasster Geschwindigkeit zu fahren.
   - Halten Sie dabei den Fahrbahnrand ganz besonders im Auge. Die 
     Schilder "Wildwechsel" müssen unbedingt ernst genommen werden.
   - Auch die blauen Reflektoren an den Leitpfosten sind ein guter 
     Hinweis auf besonders betroffene Strecken.
   Wenn Wild bereits auf der Straße steht, gibt die Polizei folgende 
Tipps:
   - Lenkrad festhalten, abbremsen und gegebenenfalls abblenden und 
     die Hupe betätigen.
   - Fahrtrichtung behalten, auf keinen Fall ausweichen. Ein Unfall 
     mit Gegenverkehr oder der Aufprall auf einen Baum haben weitaus 
     schlimmere Folgen als eine Kollision mit einem Reh.
   - Steigen Sie nicht aus dem Fahrzeug aus, um Rehe von der Straße 
     zu locken.
   Wenn es zu einem Unfall gekommen ist:
   - Unfallstelle und sich selbst sichern (Warndreieck, 
     Warnblinkanlage, Warnweste), Unfallstelle räumen, wenn gefahrlos
     möglich auch das tote Tier von der Fahrbahn entfernen.
   - Polizei über den Notruf informieren (dazu besteht eine 
     gesetzliche Verpflichtung). Wenn das Tier noch weggelaufen ist, 
     auf keinen Fall einfach weiterfahren.
   - Den Kollisionspunkt genau merken. Das Tier hat garantiert 
     Verletzungen, unter denen es in den meisten Fällen qualvoll 
     verendet. - Ein durch die Polizei hinzugerufener Jäger wird sich
     auf die Suche nach dem Tier machen.

Link zur Wildunfall-Karte von Kreis Coesfeld und Polizei: https://coesfeld.polizei.nrw/artikel/wildunfaelle-im-kreis-coesfeld

Rückfragen bitte an:

Polizei Coesfeld
Pressestelle

Telefon: 02541-14-290 bis -292
Fax: 02541-14-195
http://coesfeld.polizei.nrw

Original-Content von: Polizei Coesfeld, übermittelt durch news aktuell

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