Posted: 2026-04-30 21:46:50

Feuerwehr und Rettungsdienst Bonn

FW-BN: EU-Waldbrandeinheit unterwegs zur Unterstützung bei ausgedehnten Waldbränden in den Niederlanden:

Bonn (ots)

Feuerwehren aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen starten am Freitag, 01.05. um 6:00 Uhr mit ihrer hierauf spezialisierten Einheit zur Unterstützung der Einsatzkräfte bei den Waldbränden in den Niederlanden. Begleitet werden sie von Fachberatern der Hilfsorganisation @fire sowie einer Versorgungseinheit der Johanniter-Unfall-Hilfe. Die niederländischen Behörden hatten am Donnerstag Abend über die Europäische Union ein Hilfeersuchen gestellt. Von Seiten der Bundesrepublik Deutschland wurde die Hilfe des vom Land NRW im Rahmen des EU-Katastrophenschutzverfahrens gemeldeten Waldbrandmoduls angeboten.

Der aus 67 Kräften, 21 Fahrzeugen und 3 Anhängern bestehende Konvoi gliedert sich in haupt- und ehrenamtliche Feuerwehrkräfte und im Bereich der Versorgung tätige Helfer der Johanniter Unfallhilfe sowie Fachberater der auf Unterstützung bei Naturkatastrophen spezialisierten, nichtstaatlichen Hilfsorganisation @fire.

Es handelt sich um den vierten Einsatz des seit 2019 im europäischen Katastrophenschutzverfahren gemeldeten Moduls. Im August 2021 war die Einheit bereits zur Unterstützung am Peleponnes in Griechenland im Einsatz, 2022 ebenfalls im August erfolgte die Unterstützung bei Wald- und Vegetationsbränden im Großraum Bordeaux. Im Mai 2023 war das Modul nach erfolgreicher mehrtägiger Übung in Portugal von der EU offiziell zertifiziert worden. Im vergangenen Jahr unterstützte die Einheit in Spanien.

Derzeit beschäftigen mehrere Wald- und Vegetationsbrände die Feuerwehrkräfte in den Niederlanden. Der genaue Einsatzort und Auftrag für die EU-Waldbrandeinheit wird derzeit mit den niederländischen Behörden abgestimmt. Auf Grund der Nähe zur betroffenen Region von Oirschot wird die Waldbandeinheit voraussichtlich bereits im Laufe des morgigen Vormittages im Einsatz sein.

Das Europäische Katastrophenschutzverfahren sieht für solche Großbrände sogenannte Waldbrandmodule vor, die kurzfristig und gut vorbereitet innerhalb der Europäischen Union angefordert werden können. Solch ein Modul besteht aus mehreren geländefähigen Löschfahrzeugen, einer Führungs- sowie einer Versorgungseinheit. Nach Abstimmungsgesprächen mit dem Innenministerium des Landes NRW sowie der Bezirksregierung Köln, die als Aufsichtsbehörden beteiligt waren, ging das Waldbrandmodul 2019 an den Start. Die Einheit stellte ein Pilotprojekt dar, bei dem die Erfahrungen, die in anderen EU-Ländern bereits mit den Modulen gewonnen wurden, auf Feuerwehren in Deutschland angewendet werden.

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