Posted: 2026-06-03 12:40:46

Polizei Münster

Münster (ots)

Bislang unbekannte Betrüger haben zwischen Freitag (29.05.) und Dienstag (02.06.) vier Senioren dazu gebracht, Bargeld und Wertgegenstände herauszugeben, indem sie sich als Polizeibeamte oder Staatsanwälte ausgaben.

Die Betrüger behaupteten in drei der Fälle, im Rahmen von Ermittlungen gegen eine kriminelle Bande vorsorglich Wertgegenstände und Bargeld der Senioren sicherstellen zu wollen. In einem Fall täuschten die Unbekannten vor, ein Familienmitglied des Angerufenen habe einen Verkehrsunfall gehabt, und verlangten eine vermeintliche Kaution. Daraufhin holten die Betrüger das Bargeld und die Wertgegenstände von den unterschiedlichen Adressen ab.

Die Polizei bittet mögliche Zeugen, die etwas Auffälliges an folgenden Tatorten und -zeiten wahrgenommen haben, um Hinweise unter der Rufnummer (0251) 275-0:

Am Freitag (29.05.) zwischen 13 und 14 Uhr erschien eine Betrügerin an einer Anschrift in der Brunostraße. Die Frau soll 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß und zwischen 40 und 50 Jahre alt gewesen sein und dunkles, langes Haar haben. Sie war stark geschminkt und trug einen hellen, "bauschigen" Sommermantel.

Am Sonntag (31.05.) gegen 18 Uhr holte ein unbekannter Mann Tatbeute in der Linckensstraße ab. Er soll 1,75 Meter bis 1,80 Meter groß und circa 20 Jahre alt gewesen sein. Zeugen beschrieben seine Figur als "normal" und sein Erscheinungsbild als "arabisch". Er hatte zudem dichtes, schwarzes, mittellanges Haar in einem "Pilzform"-Schnitt. Zum Tatzeitpunkt trug er dunkle Oberbekleidung und dunkle Jeans.

Ebenfalls am Sonntag (31.05.) gegen 20 Uhr tauchte ein männlicher Betrüger an einer Adresse in der Brunnenstraße auf. Er soll circa 1,68 Meter groß und Mitte 30 gewesen sein. Laut Aussage der Betrogenen trug er eine dunkelblaue Salonjacke, hatte "klein gelockte schwarze Haare" und war "nicht schlank, aber auch nicht dick".

Am Dienstag (02.06.) erschien gegen 12 Uhr eine Frau an einer Anschrift im Einingweg. Zeugen beschrieben sie als 1,60 Meter bis 1,65 Meter groß und 25 bis 30 Jahre alt. Ihre dunklen Haare trug sie als Zopf. Sie hatte eine "gesetzte Figur" und trug ein helles Sweatshirt, eine dunkle Weste und eine dunkle Hose. Sie flüchtete mit einem dunklen Auto.

Die Betrüger sollen alle Hochdeutsch gesprochen haben. Ob die Betrugsfälle in einem Zusammenhang stehen, ist Teil der laufenden Ermittlungen.

Die Polizei warnt vor derlei Betrugsmaschen und rät:

   - Seien Sie stets misstrauisch bei Anrufen von Ihnen unbekannten 
     Rufnummern.
   - Geben Sie am Telefon keine Details zu Ihren finanziellen 
     Verhältnissen preis.
   - Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen, sondern legen Sie 
     einfach auf.
   - Übergeben Sie niemals Geld oder Wertgegenstände an unbekannte 
     Personen. Die echte Polizei wird Sie niemals dazu auffordern.
   - Rufen Sie im Zweifelsfall selbst bei der Behörde an, von der die
     angebliche Amtsperson kommt. Wichtig: Suchen Sie die 
     Telefonnummer der Behörde selbst heraus oder lassen Sie sich 
     diese durch die Telefonauskunft geben.
   - Falls schon jemand vor Ort ist: Lassen Sie grundsätzlich keine 
     Unbekannten in Ihre Wohnung, sondern lassen Sie den Besucher vor
     der abgesperrten Tür warten und rufen Sie Vertrauenspersonen 
     hinzu. Fordern Sie von angeblichen Amtspersonen, zum Beispiel 
     Polizisten, den Dienstausweis.
   - Im Zweifel wählen Sie die Notrufnummer 110.

Kontakt für Medienvertreter:

Polizei Münster
Telefon: 0251/ 275- 1010
E-Mail: pressestelle.muenster@polizei.nrw.de
https://muenster.polizei.nrw/

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