Posted: 2026-06-12 11:00:00

Kreispolizeibehörde Heinsberg

Heinsberg (ots)

Am Donnerstag, 11. Juni, zwischen 12.30 und 14.30 Uhr, wurde eine 90-jährige Frau aus Heinsberg Opfer eines Trickbetruges. Gegen 12.30 Uhr erhielt sie den Anruf einer weiblichen Person, die ihr mitteilte, dass ihr Sohn einen Verkehrsunfall verursacht habe, bei dem eine junge Mutter getötet wurde. Da die Personalien ihres Sohnes vollständig genannt wurden, ging die Heinsbergerin davon aus, dass es den Unfall tatsächlich gab. Die Anruferin sagte, dass der Sohn der Frau wegen des Geschehens festgenommen worden wäre und gegen die Zahlung einer Kaution wieder frei gelassen werden würde. Aufgrund der Gesamtsituation und des Drucks, der durch den Anruf erzeugt wurde, begab sich die Seniorin daraufhin zu ihrer Bank an der Hochstraße und holte Gold im Wert der geforderten Summe aus ihrem Schließfach. Anschließend wurde sie durch die Anruferin zum Markplatz beordert, wo sie einen ihr unbekannten Mann traf, dem sie die Münzen übergab. Dieser sagte ihr zu, man würde sich bei ihr melden, um das weitere Vorgehen zu besprechen, damit der Sohn aus der Haft entlassen werden könne. Der Unbekannte war etwa 25 bis 35 Jahre alt, hatte kurze, schwarze Haare und war mit einer dunklen Jacke sowie einer dunklen Jeans bekleidet. Er sprach leise und aktzentfrei Deutsch. Wer hat am Donnerstag, 11. Juni, zwischen 14 Uhr und 14.30 Uhr, am Markt in Heinsberg eine Person beobachtet, auf die diese Beschreibung zutrifft oder die Übergabe gesehen? Diese Zeugen wer-den gebeten, sich beim Kriminalkommissariat 4 der Polizei in Heinsberg zu melden. Zudem haben Sie die Möglichkeit, Hinweise über die Internetseite der Polizei Heinsberg zu geben oder über den direkten Link: https://polizei.nrw/artikel/anzeige-hinweis.

Tipps der Polizei, um nicht Opfer eines solchen sogenannten "Schockanrufs" zu werden:

   - Legen Sie sofort auf! Das ist nicht unhöflich, sondern 
     ermöglicht Ihnen, durchzuatmen und sich neu zu sortieren.
   - Kontaktieren Sie die Anruferin, den Anrufer oder eine Person 
     Ihres Vertrauens unter einer Ihnen bekannten Telefonnummer.
   - Geben Sie niemals Informationen über Ihre persönlichen und 
     finanziellen Verhältnisse preis.
   - Übergeben Sie niemals Geld bzw. Wertgegenstände an Unbekannte.
   - Informieren Sie sofort die Polizei über die 110, wenn Ihnen ein 
     Anruf verdächtig vorkommt.
   - Wenden Sie sich auf jeden Fall an die Polizei, wenn Sie Opfer 
     geworden sind und erstatten Sie Anzeige.
   - Vereinbaren Sie innerhalb der Familie oder mit weiteren 
     Angehörigen und Freunden ein Kennwort zur Identifizierung am 
     Telefon und sprechen Sie mit älteren Verwandten über diese 
     Betrugsmasche. Bereiten Sie sich mit ihnen gemeinsam gedanklich 
     auf solche Anrufe und die richtige Reaktion darauf vor.
   - Ändern Sie Ihren Telefonbucheintrag, indem Sie Ihren Vornamen 
     kürzen oder streichen las-sen. Ggf. löschen Sie Ihren gesamten 
     Eintrag. Seien Sie sparsam mit der Weitergabe Ihrer Daten. Zum 
     Ändern eines Telefonbucheintrags können Sie folgendes Formular

herunterladen und sich damit an Ihren Telefonanbieter wenden.

Rückfragen bitte an:

Kreispolizeibehörde Heinsberg
Pressestelle
Telefon: 02452 / 920-0
E-Mail: pressestelle.heinsberg@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/heinsberg

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Heinsberg, übermittelt durch news aktuell

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