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Posted:
2026-06-14 08:21:25
Original link:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/134498/6293839
Grevenbroich (ots)
Grevenbroich - Zu einem zunächst als Zimmerbrand gemeldeten Einsatz wurde die Feuerwehr Grevenbroich am Samstag, 13. Juni 2026, um 13:25 Uhr zur Deutsch-Ritter-Allee in den Stadtteil Elsen alarmiert.
Bereits während der Anfahrt gingen bei der Leitstelle zahlreiche weitere Notrufe ein. Mehrere Anrufer meldeten einen Brand eines Wohngebäudes. Zudem bestand die Befürchtung, dass sich noch Personen im Gebäude befinden könnten.
Beim Eintreffen der ersten Kräfte hatten eine Mutter und ihr Kind das Wohnhaus bereits mit Unterstützung von Nachbarn und Passanten verlassen können. Kurz nach dem Eintreffen der Feuerwehr kam es zur Durchzündung des Wohnhauses im Kreuzungsbereich Deutsch-Ritter-Allee und In der Herrschaft. Flammen schlugen aus der Hauseingangstür, zudem breitete sich das Feuer auf das gesamte Gebäude einschließlich des Dachstuhls aus.
Durch eine massive Riegelstellung und den Einsatz mehrerer Strahlrohre konnte ein Übergreifen der Flammen auf das angrenzende Haus verhindert werden. Bereits in der Anfangsphase des Einsatzes wurden weitere Kräfte nachalarmiert.
Die Mutter und ihr Kind wurden durch den Rettungsdienst in ein Krankenhaus transportiert. Bis zum Ende des Einsatzes konnte nicht abschließend geklärt werden, ob sich ein Hund und eine Katze noch im Gebäude befanden.
Aufgrund der massiven Brandentwicklung wurde ein Baufachberater des Technischen Hilfswerks hinzugezogen. Dieser sprach aufgrund des fortgeschrittenen Brandverlaufs, des Alters des Gebäudes sowie der verwendeten Baumaterialien ein Betretungsverbot aus.
Um das Brandobjekt vom Stromnetz zu trennen, mussten zunächst mehrere Häuser an der Deutsch-Ritter-Allee vorübergehend stromlos geschaltet werden. Anschließend führte der zuständige Netzbetreiber Tiefbauarbeiten durch, um die Versorgung der übrigen Häuser wiederherzustellen.
Da die zur Straße In der Herrschaft gerichtete Giebelwand akut einsturzgefährdet war, entschied der Einsatzleiter in Abstimmung mit dem Baufachberater und weiteren beteiligten Stellen, dass diese kontrolliert zurückgebaut werden müsse. Ein unkontrollierter Einsturz hätte weitere Schäden an benachbarten Gebäuden verursachen können. Ein Einsturz in das Brandobjekt selbst hätte vermutlich auch die angrenzende Haushälfte beschädigt.
Nach intensiven Bemühungen konnte am späten Samstagnachmittag ein geeignetes Abrissunternehmen gefunden werden. Das rund 35 Tonnen schwere Spezialgerät wurde per Schwertransport von Düsseldorf nach Grevenbroich gebracht und traf gegen 21 Uhr an der Einsatzstelle ein. Anschließend wurde die einsturzgefährdete Giebelwand kontrolliert abgetragen.
Da ein Absturz weiterer Bauteile nicht ausgeschlossen werden konnte, sperrten die Stadtbetriebe vorsorglich eine Fahrspur im Kreuzungsbereich ab. Das THW Grevenbroich leuchtete die Einsatzstelle mit einem großen Lichtmastanhänger aus.
Die Nachlöscharbeiten konnten aufgrund der erheblichen Einsturzgefahr ausschließlich von außen sowie über eine Drehleiter durchgeführt werden und dauerten bis etwa 3:30 Uhr am Sonntagmorgen an.
Im Einsatz waren rund 100 Kräfte der Einheiten Stadtmitte, Wevelinghoven, Gustorf-Gindorf und Hemmerden sowie der hauptamtlichen Wache der Feuerwehr Grevenbroich. Die Einheit Kapellen besetzte währenddessen die Feuer- und Rettungswache. Die Feuerwehr Jüchen unterstützte die Maßnahmen mit einer Drohne sowie einer Drehleiter. Nach dem Abtragen der Giebelwand übernahmen Einsatzkräfte der Einheit Kapellen sowie eine Drehleiterbesatzung der Einheit Frimmersdorf/Neurath die weiteren Nachlöscharbeiten.
Am Sonntagmorgen bemerkten Anwohner gegen 9 Uhr erneut eine leichte Rauchentwicklung aus dem Gebäude. Die Feuerwehr kontrollierte daraufhin das Objekt nochmals und führte weitere Nachlöscharbeiten von außen durch. Da das Gebäude weiterhin massiv einsturzgefährdet ist, bleibt ein Betreten des Brandobjekts ausgeschlossen.
Die Feuerwehr Grevenbroich kann derzeit keine Angaben zur Brandursache oder zur Höhe des entstandenen Sachschadens machen. Die Ermittlungen hierzu liegen bei der Polizei. Die Bewohner des Objekts kamen bei Freunden unter.
Rückfragen bitte an:
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- Presseteam
Sebastian Draxl
Telefon: 0157/34221358
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