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Posted:
2026-06-15 12:22:14
Salzlandkreis
Im Polizeirevier Salzlandkreis gingen in den letzten Wochen vermehrt Strafanzeigen wegen Betruges durch falsche Bankmitarbeiter ein.
Ein Beispiel dafür ist das Ehepaar aus dem Salzlandkreis welches am Wochenende, 5.- 6. Juni 2026, Opfer einer perfiden Betrugsmasche wurde. Unbekannte Täter gaben sich telefonisch als Mitarbeiter der Hausbank aus und erbeuteten auf diese Weise einen Geldbetrag im fünfstelligen Bereich.
Nach bisher vorliegenden Erkenntnissen erhielt das Ehepaar am Samstag den ersten Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters. Dieser erklärte, auf dem Konto der Geschädigten seien verdächtige Überweisungen festgestellt worden. Um die angeblich unberechtigten Buchungen rückgängig zu machen, sollten die Eheleute mehrere TAN-Freigaben in ihrem Online-Banking bestätigen.
Der vermeintliche Bankmitarbeiter stand sowohl am Samstag als auch am darauffolgenden Sonntag mit den Geschädigten in Kontakt und überzeugte sie davon, weitere Freigaben vorzunehmen. Tatsächlich ermöglichten die Bestätigungen jedoch den Tätern den Zugriff auf das Konto. In der Folge wurden mehrere Überweisungen durchgeführt. Der entstandene Vermögensschaden liegt insgesamt im fünfstelligen Bereich.
Nachdem die Eheleute den Betrug bemerkten, erstatteten sie bei der Polizei Strafanzeige wegen Betruges. Die Ermittlungen wurden aufgenommen.
Die Polizei weist darauf hin, dass diese Vorgehensweise bereits seit längerer Zeit bekannt ist. Auch Verbraucherzentralen warnen regelmäßig vor derartigen Betrugsversuchen. Die Täter setzen ihre Opfer gezielt unter Druck und täuschen eine dringende Gefahrensituation vor, um an sensible Bankdaten oder Freigaben zu gelangen.
Präventionshinweise der Polizei
Banken fordern ihre Kunden niemals telefonisch dazu auf, TAN-Freigaben zur Rückbuchung oder Sicherung von Geldern durchzuführen.
Bestätigen Sie niemals Überweisungen oder sonstige Vorgänge im Online-Banking, deren Ursprung Sie nicht selbst veranlasst haben.
Lassen Sie sich nicht unter Zeitdruck setzen. Betrüger erzeugen häufig künstliche Dringlichkeit, um ihre Opfer zu unüberlegten Handlungen zu bewegen.
Beenden Sie verdächtige Telefonate sofort und kontaktieren Sie Ihre Bank anschließend über die Ihnen bekannten offiziellen Rufnummern.
Geben Sie am Telefon keine sensiblen Bankdaten, Zugangsdaten, PINs oder TANs preis.
Seien Sie besonders misstrauisch, wenn Anrufer behaupten, Ihr Geld sei in Gefahr und müsse umgehend gesichert oder zurückgebucht werden.
Kontrollieren Sie regelmäßig Ihre Kontobewegungen und informieren Sie Ihre Bank unverzüglich bei verdächtigen Buchungen.
Sprechen Sie insbesondere mit älteren Familienangehörigen über aktuelle Betrugsmaschen und sensibilisieren Sie diese für entsprechende Anrufe.
Wer einen entsprechenden Anruf erhält oder Opfer einer solchen Straftat geworden ist, sollte umgehend seine Bank informieren und Anzeige bei der Polizei erstatten.
(koma)
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