Posted: 2026-06-16 17:26:59

Freiwillige Feuerwehr Kalkar

Feuerwehr Kalkar: Realitätsnahe Großübung bei der Basalt AG in Kalkar fordert zahlreiche Einsatzkräfte

Kalkar (ots)

Blaulicht, Funkverkehr, Rauch und mehrere verletzte Personen. Was auf den ersten Blick wie ein realer Großeinsatz wirkte, war das Szenario einer aufwendig geplanten Feuerwehrübung auf dem Gelände der Basalt AG am Standort Kalkar.

Gemeinsam übten am 13.06.2026 die Löscheinheit Appeldorn, der Löschzug Kalkar Mitte und der Löschzug Uedem den Ernstfall in einer anspruchsvollen Industrieanlage. Unterstützt wurden die Feuerwehrkräfte dabei vom DRK Weeze sowie von ISAR Germany mit ihrer Realistischen Unfalldarstellung, die durch die professionelle Darstellung der Verletzten für besonders authentische Bedingungen sorgte.

Die Übung wurde von Daniel Hegmann und Maurice Bücken der Löscheinheit Appeldorn in enger Zusammenarbeit mit dem Betriebsleiter der Basalt AG Kalkar, Marc Lüchtemeier, und der Sicherheitsfachkraft Oliver Adler vorbereitet. Ziel war es, ein möglichst realistisches Schadensereignis darzustellen und die Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen unter anspruchsvollen Bedingungen zu trainieren.

Ausgangspunkt des Szenarios war eine angenommene Verpuffung an einem Braunkohlenstaubsilo. Während der anschließenden Evakuierung fiel am Sammelplatz auf, dass drei Mitarbeiter fehlten. Die Personen hatten sich für Wartungsarbeiten in einem Asphaltmischer aufgehalten und galten zunächst als vermisst. Sofort wurden Suchmaßnahmen eingeleitet und weitere Rettungskräfte alarmiert.

Zeitgleich mussten sich die Einsatzkräfte um zwei verletzte Personen kümmern, die sich durch die Verpuffung auf einem rund 15 Meter hohen Bitumentank verletzt hatten. Unter der Einsatzleitung von Christian Görtzen vom Löschzug Kalkar Mitte wurden die Patienten zunächst medizinisch versorgt. Anschließend erfolgte die aufwendige Rettung über die Drehleiter. Mithilfe einer Schleifkorbtrage konnten beide Personen sicher aus ihrer misslichen Lage befreit und an den Rettungsdienst übergeben werden. Unterstützt wurde diese Rettungsmaßnahme durch einen Höhenretter von ISAR Germany, der die Rettung aus der Höhe begleitete.

Doch damit nicht genug: Im Bereich der Förderanlage wurde zusätzlich ein Brandereignis simuliert. Auch diese Lage wurde von den eingesetzten Kräften professionell abgearbeitet und erfolgreich bekämpft. Der Löschzug Uedem stellte hierbei die Wasserversorgung aus dem Löschwassertank sicher und übernahm die Brandbekämpfung an der Förderanlage.

Besonders herausfordernd gestaltete sich die Rettung einer dritten verletzten Person innerhalb der Asphaltmischanlage. Auf engstem Raum mussten Feuerwehr und Rettungsdienst Hand in Hand arbeiten, um die Person aus einem etwa 25 Quadratmeter großen Anlagenteil auf der Mischeretage zu befreien. Die Kräfte des DRK Weeze übernahmen hierbei mit einem Rettungswagen die medizinische Versorgung des Patienten innerhalb der Anlage. Darüber hinaus stellte das DRK mit seinem Einsatzleitwagen die Übungsleitstelle. Gerade bei dieser anspruchsvollen Rettung zeigte sich die hervorragende Zusammenarbeit aller beteiligten Organisationen. Während die Feuerwehr die technische Rettung unter schwierigen Bedingungen durchführte, übernahmen die Kräfte des DRK Weeze die medizinische Versorgung der Verletzten. Dank der realistischen Patientendarstellung durch ISAR Germany entstand ein Übungsszenario, das den Anforderungen eines echten Einsatzes sehr nahekam. Die ruhige, strukturierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit machte deutlich, dass erfolgreiche Hilfeleistung immer Teamarbeit ist.

Für alle Beteiligten war dies eine außergewöhnliche Lage, die ein hohes Maß an Kommunikation, Teamarbeit und technischem Können erforderte. Eine Übung dieser Art in einer solchen Anlage war bislang einmalig und bot wertvolle Erkenntnisse für zukünftige Einsätze.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig regelmäßiges Training unter möglichst realistischen Bedingungen ist. Nur durch das Zusammenspiel aller Beteiligten können im Ernstfall Menschenleben gerettet und komplexe Einsatzlagen sicher bewältigt werden. Gleichzeitig bot die Übung die Möglichkeit, die besonderen Gegebenheiten der Anlage kennenzulernen und wichtige Abläufe zu festigen.

Nach dem erfolgreichen Abschluss der Übung kamen alle Beteiligten zur gemeinsamen Nachbesprechung zusammen. Neben der Auswertung der gewonnenen Erkenntnisse stand dabei vor allem eines im Mittelpunkt: die starke Gemeinschaft aller Hilfsorganisationen. Den gelungenen Übungstag ließ die Basalt AG bei einem gemeinsamen Grillen ausklingen und sorgte damit für einen würdigen Abschluss eines ereignisreichen Tages.

Unser besonderer Dank gilt der Basalt AG für die hervorragende Unterstützung, die Möglichkeit zur Durchführung dieser außergewöhnlichen Übung sowie die hervorragende Zusammenarbeit. Ebenso bedanken wir uns beim DRK Weeze, bei ISAR Germany und der Realistischen Unfalldarstellung, insbesondere der RUND-Gruppe für die realitätsnahe Darstellung der Verletzten, sowie bei allen Einsatzkräften der Feuerwehren aus Kalkar und Uedem. Solche Übungen zeigen, was möglich ist, wenn Engagement, Fachwissen und Teamgeist Hand in Hand gehen.

Rückfragen bitte an:

Freiwillige Feuerwehr Kalkar
Pressesprecherin
Manuela Mohn
Telefon: 0172 2382195
E-Mail: Presse@Feuerwehr-Kalkar.de
http://www.feuerwehr-kalkar.de/

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