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Posted:
2026-06-16 11:45:25
Halberstadt – Am Montagmorgen erhielt das Polizeirevier Harz Kenntnis von einer Droh-E-Mail, die über Nacht an eine Halberstädter Sekundarschule gesandt worden war. In der Nachricht wurden Straftaten zum Nachteil der Schülerschaft sowie des Lehrpersonals angekündigt. Nachdem der Schulleiter die E-Mail bemerkt hatte, verständigte er umgehend die Polizei.
Die Ermittlungen wurden unverzüglich aufgenommen. Bereits am Montag und Dienstag führte die Polizei präventive Kontrollen zum Schulbeginn durch. Im Zuge der bislang geführten Ermittlungen gelangte die Polizei zu der Einschätzung, dass derzeit nicht von einer Ernsthaftigkeit der angekündigten Tat auszugehen ist. Vielmehr besteht der Verdacht, dass es sich um ein erneutes sogenanntes „Swatting“ handelte.
Die Zusammenarbeit zwischen der Schule und der Polizei verlief reibungslos. Zu keinem Zeitpunkt bestand bislang eine konkrete Gefährdung für die Schülerinnen und Schüler oder weitere Beteiligte.
Die Identität des Verfassers der E-Mail sowie dessen Beweggründe sind Gegenstand der weiterhin andauernden Ermittlungen.
„Swatting“ bezeichnet das vorsätzliche Auslösen eines Polizeieinsatzes durch bewusst falsche Drohungen oder Notfallmeldungen. Dabei werden beispielsweise Geiselnahmen, Schussabgaben oder Bombendrohungen vorgetäuscht, um einen umfangreichen Polizeieinsatz an einer bestimmten Örtlichkeit zu veranlassen. Was von einigen als vermeintlicher „Scherz“ angesehen wird, stellt tatsächlich ein hochgefährliches Delikt mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen dar.
Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass jede Drohung dieser Art den Anfangsverdacht einer Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten begründet. Entsprechende Sachverhalte werden konsequent strafrechtlich verfolgt. Darüber hinaus können die Kosten der hierdurch verursachten Polizeieinsätze dem Verursacher auferlegt werden.
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