Posted: 2026-06-17 06:50:07

Kreispolizeibehörde Soest

Lippstadt (ots)

Eine Seniorin aus Lippstadt wurde am Dienstag (16.06.2026) Opfer eines sogenannten Schockanrufs. Die Täter erbeuteten dabei 9.000 Euro Bargeld.

Gegen 18:26 Uhr wurde die Polizei gerufen. Nach bisherigen Erkenntnissen erhielt die Geschädigte bereits am Vormittag mehrere Anrufe von unterschiedlichen Telefonnummern. Eine unbekannte Anruferin teilte der Seniorin mit, ihr Sohn liege nach einem schweren Verkehrsunfall im Krankenhaus. Angeblich sei dabei eine weitere Person verletzt worden, weshalb dringend Geld benötigt werde.

Im weiteren Verlauf des Telefonats wurde der Geschädigten angeboten, mit ihrem Sohn zu sprechen. Eine männliche Stimme gab sich als ihr Sohn aus und bat eindringlich um Hilfe. In dem Glauben, tatsächlich mit ihrem Sohn zu sprechen, teilte die Seniorin mit, dass sie 9.000 Euro Bargeld zu Hause habe.

Die Anruferin forderte die Geschädigte anschließend auf, neben dem Geld auch Bettwäsche und Handtücher in eine Tasche zu packen. Kurze Zeit später erschien ein bislang unbekannter Mann an der Wohnanschrift und nahm die gepackte Sporttasche entgegen.

Der Abholer kann lediglich als etwa 180 Zentimeter groß und von normaler Statur beschrieben werden. Weitere Angaben zu seiner Person liegen derzeit nicht vor.

Erst als der Sohn der Geschädigten am Nachmittag gemeinsam mit seiner Ehefrau die Seniorin besuchte, wurde der Betrug erkannt und die Polizei verständigt.

Die Ermittlungen der Kriminalpolizei dauern an.

Die Polizei warnt erneut vor der Betrugsmasche des Schockanrufs und gibt folgende Hinweise: Die Polizei, Staatsanwaltschaft oder Gerichte fordern niemals Bargeld oder Wertgegenstände am Telefon.

Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an unbekannte Personen.

Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen. Betrüger erzeugen gezielt Angst und Zeitdruck.

Beenden Sie das Gespräch und kontaktieren Sie Ihre Angehörigen unter den Ihnen bekannten Telefonnummern.

Rufen Sie im Zweifel selbst die Polizei über die Notrufnummer 110 an.

Sprechen Sie insbesondere mit älteren Angehörigen über die Maschen der Telefonbetrüger.

Wer im Telefonbuch eingetragen ist, kann von Tätern leichter als potenzielles Opfer ausgewählt werden. Prüfen Sie daher, ob ein Eintrag weiterhin erforderlich ist.

Die Polizei appelliert insbesondere an Angehörige, regelmäßig mit älteren Familienmitgliedern über aktuelle Betrugsmaschen zu sprechen und für entsprechende Gefahren zu sensibilisieren.

Rückfragenvermerk für Medienvertreter:

Kreispolizeibehörde Soest
Pressestelle Polizei Soest
Marco Baffa-Scinelli
Telefon: 02921 - 9100 5310
E-Mail: poea.soest@polizei.nrw.de
http://www.polizei.nrw.de/soest

Original-Content von: Kreispolizeibehörde Soest, übermittelt durch news aktuell

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