Posted: 2026-06-25 13:33:47

Feuerwehr Kleve

FW-KLE: Ammoniakaustritt in Industriebetrieb

Kleve (ots)

In der Nacht zum Donnerstag, dem 25. Juni, wurde die Feuerwehr Kleve um 2:39 Uhr mit dem Stichwort "Gefahrstoffaustritt" in die Van-den-Bergh-Straße gerufen. In einem Unternehmen war es zu einem Austritt von Ammoniak gekommen. Unmittelbar alarmiert wurden der Löschzug Kellen, der CBRN-Zug der Feuerwehr Kleve sowie der Einsatzleitwagen aus Wardhausen-Brienen. Verletzt wurde niemand.

In einer Kühlanlage war es kurz zuvor aufgrund eines Überdrucks zu einer definierten Abgabe des Kältemittels über ein Sicherheitsventil in die Umgebung gekommen. Sensoren schlugen an und die Evakuierung des Betriebes wurde eingeleitet. Beim Eintreffen der Feuerwehr hatte sich die Belegschaft bereits an den Sammelpunkten außerhalb der Tore eingefunden.

Zur Erkundung der Ausbreitung des Gefahrstoffs in der Luft setzte Einsatzleiter Ralf Benkel den CBRN-Erkunder ein. Mit dem Sonderfahrzeug konnte zügig festgestellt werden, dass in der direkten Umgebung des Betriebes keine messbare Ammoniakkonzentration mehr vorhanden war. Daraufhin ging ein Trupp des CBRN-Zugs in Chemikalienschutzanzügen (CSA) zu weiteren Messungen in das Gebäude vor. Parallel wurde das Objekt durch die zeitnah nachalarmierte Erkundergruppe mit einer Drohne aus der Luft überwacht. Bei den Messungen wurde festgestellt, dass die verbliebene Belastung durch Ammoniak durch die Belüftung der betroffenen Gebäudeteile ausreichend reduziert werden konnte. Die entsprechenden Lüftungsmaßnahmen wurden daraufhin durchgeführt.

Zur Unterstützung der örtlichen Kräfte wurde der CBRN-Zug sowie der ELW2 des Kreises Kleve nachalarmiert. Nachdem keine Gefahr mehr für Personen bestand, konnte die Feuerwehr wieder einrücken. Im Einsatz waren 64 Kräfte der Feuerwehr über eine Dauer von gut vier Stunden.

(Weitere Bilder unter https://feuerwehr-kleve.de/de/einsatz/1260041409/)

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