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Posted:
2026-06-28 10:48:51
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Bundespolizeidirektion Sankt Augustin
Bochum (ots)
Am Morgen des 28. Juni sammelte ein 43-jähriger Mann Pfandflaschen im Gleisbereich des Bochumer Hauptbahnhofs. Ein einfahrender ICE musste daraufhin eine Schnellbremsung einleiten. Verletzt wurde niemand. Gegen 02:05 Uhr erhielt die Bundespolizei Kenntnis von einer Person im Gleisbereich des Bochumer Hauptbahnhofs. Nach bisherigen Erkenntnissen sammelte ein deutscher Staatsbürger dort Pfandflaschen. Der Triebfahrzeugführer des einfahrenden ICE 921 erkannte den Mann rechtzeitig, leitete eine Schnellbremsung ein und gab einen Achtungspfiff ab. Der Wohnungslose verließ den Gleisbereich anschließend selbstständig und wurde von Mitarbeitern der DB Sicherheit zum Bundespolizeirevier Bochum gebracht. Die Bundespolizisten nahmen den Sachverhalt auf und bestätigten diesen in einer telefonischen Rücksprache mit dem 40-jährigen deutschen Triebfahrzeugführer. Nach erfolgter Belehrung äußerte sich der Beschuldigte nicht zu dem Sachverhalt. Ein freiwillig durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 0,0 Promille. Durch die Schnellbremsung wurden weder Reisende noch Bahnmitarbeiter verletzt. Auch nennenswerte Auswirkungen auf den Bahnverkehr entstanden nicht. Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr ein. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 43-Jährige entlassen. Die Bundespolizei weist in diesem Zusammenhang erneut darauf hin, dass das Betreten von Gleisanlagen lebensgefährlich ist. Züge nähern sich häufig nahezu lautlos und können selbst bei eingeleiteter Schnellbremsung erst nach mehreren hundert Metern zum Stillstand kommen. Gleisanlagen dürfen ausschließlich an den dafür vorgesehenen Stellen betreten oder überquert werden. Bereits wenige Sekunden der Unachtsamkeit können schwerwiegende oder gar tödliche Folgen haben.
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