Posted: 2026-08-24 08:36:09

Polizeidirektion Kiel

Kiel (ots)

Einsatzkräfte setzten am Wochenende das Distanzelektroimpulsgerät (DEIG) gegen eine männliche Person ein, nachdem dieser die Polizeikräfte mehrfach angegriffen hat. Zwei Polizeibeamte erlitten Verletzungen. Eine weibliche Person, welche sich mit dem Angreifer solidarisierte, leistete ebenfalls Widerstand und verletzte eine Beamtin der Landespolizei und einen Beamten der Bundespolizei. Gegen beide Personen fertigten die Einsatzkräfte Strafanzeigen.

Am Freitagabend gegen 18 Uhr kontrollierten zwei Polizeibeamte des 2. Polizeirevier Kiel am Bahnhofsvorplatz im dortigen Kontrollbereich am Kieler Hauptbahnhof einen jungen Mann und forderten diesen auf sich auszuweisen. Zunächst gab der Mann an, seinen Ausweis zu suchen und ergriff unvermittelt die Flucht und entzog sich der Kontrolle.

Im Bereich der Kaistraße holten die Polizeibeamten den Mann ein. Sofort schlug dieser mit der Faust ins Gesicht eines 50-jährigen Polizeibeamten, der hierdurch Verletzungen im Gesicht erlitt. Im weiteren Verlauf schlug und trat er auch gegen den zweiten 34-jährigen Polizeibeamten und verletzte diesen ebenfalls. Der tätliche Angriff konnte durch einfache körperliche Gewalt nicht unterbunden werden, so dass die Einsatzkräfte erst mit Hilfe einer Schussabgabe des DEIG den Mann festnehmen konnten. Beide Polizeibeamten mussten im Anschluss im Krankenhaus behandelt werden.

Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 17-jährigen Syrer. Im weiteren Verlauf der Einsatzabarbeitung fanden Polizeikräfte diverse Betäubungsmittel, unter anderem Marihuana, diverse Tabletten, mehrere Konsumeinheiten Kokain und Haschisch, auf.

Er wird sich in einem Strafverfahren wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wegen unerlaubten Handelstreibens verantworten müssen.

Im Rahmen der Festnahme kam es zu Solidarisierungseffekten durch Personen aus der Trinker-und Drogenszene. Diese versuchten zunehmend die polizeilichen Maßnahmen zu stören, so dass weitere Kräfte zusammengezogen wurden. Hierbei trat eine weibliche 19-jährige Deutsche in Erscheinung, die eine 29-jährige Polizeibeamtin der Landespolizei und einen 21-jährigen Polizeibeamten der Bundespolizei durch Kratzen, Schlagen und Treten verletzte. Die Polizeibeamtin erlitt eine Verletzung des Sprunggelenkes. Sie war nicht mehr dienstfähig und ließ sich im Anschluss ärztlich behandeln. Der Beamte der Bundespolizei erlitt leichte Verletzungen, blieb jedoch dienstfähig.

Die weibliche Beschuldigte kam nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß. Sie erhielt einen Platzverweis. Auch gegen sie leiteten die Einsatzkräfte ein Strafverfahren wegen Widerstandes ein.

Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel

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