Posted: 2026-05-01 14:17:54

Polizei Dortmund

Dortmund (ots)

Lfd. Nr.: 0353

Einsatzkräfte der Dortmunder Polizei stellten am 1. Mai 2026 gegen 07:00 Uhr an einem Haus in der Tusneldastraße in Dortmund-Dorstfeld 25 schwarz-weiß-rote Fahnen (Reichsflaggen) fest, die dort aufgehängt waren. Darüber hinaus befand sich dort auch ein ca. 6 m x 1,5 m großes Banner. In diesem Gebäude halten sich regelmäßig Personen aus dem rechtsextremistischen Spektrum auf.

Nach rechtlicher Bewertung durch die eingesetzten Polizistinnen und Polizisten stellte dies eine Ordnungswidrigkeit dar. Aus diesem Grund wurden die vor Ort anwesenden Hausbewohnenden aufgefordert, die Fahnen abzuhängen. Da sie dieser Aufforderung nicht nachkamen, nahm die Polizei die Fahnen zum Großteil ab und beschlagnahmte sie.

Während dieser Maßnahmen wurden die eingesetzten Beamtinnen und Beamten aus einem Fenster im Obergeschoß des Gebäudes mit einem Gegenstand beworfen, der einen der Beamten nur knapp verfehlte.

Aufgrund einer auf Social Media verbreiteten Mobilisierung erschienen mehrere Personen des rechten Spektrums als Zuschauer/Unterstützer vor Ort, wobei sich ca. 20 Personen aus dieser Gruppe nach kurzer Zeit auf den Weg zum Dortmunder Hauptbahnhof machten. Diese Gruppe schloss sich mit einer weiteren dort wartenden Gruppierung von ca. 50 Personen des rechten Spektrums zusammen, um gemeinsam über den Hauptbahnhof Dortmund nach Essen anzureisen.

Diese Personengruppe wurde durch Einsatzkräfte der Bundespolizei in einem Regionalexpress nach Essen begleitet, wo dann zur Gefahrenabwehr Identitätsfeststellungen, verbunden mit Gefährdeansprachen durchgeführt wurden.

Hinweis:

Weitere Informationen zu diesen Maßnahmen erhalten Medienvertretende über die Polizei in Essen unter den bekannten Nummern.

Die Polizei Dortmund leitete aufgrund des Angriffs auf die Einsatzkräfte in Dortmund ein Ermittlungsverfahren wegen versuchter Körperverletzung und tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte ein.

Zur Ergreifung des sich weiterhin im Gebäude aufhaltenden Tatverdächtigen wurde über die Staatsanwaltschaft Dortmund beim Amtsgericht Dortmund ein Durchsuchungsbeschluss beantragt. Der zuständige Amtsrichter entsprach diesem Antrag. Noch vor Beginn der Durchsuchungsmaßnahmen stellte sich der Verantwortliche, ein 24-jähriger Dortmunder bei der Polizei vor Ort. Auch der 24-Jährige ist dem rechtsextremistischen Spektrum in Dortmund zu zuordnen.

Zur Verhinderung weiterer Straftaten wurde er vorübergehend in das Polizeigewahrsam gebracht.

Der kriminalpolizeiliche Staatsschutz der Polizei Dortmund ist für die weiteren Ermittlungen verantwortlich.

Journalisten wenden sich mit Rückfragen bitte an:

Polizei Dortmund
Torsten Sziesze
Telefon: 0231/132-1020
E-Mail: poea.dortmund@polizei.nrw.de
https://dortmund.polizei.nrw/

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