Posted: 2026-06-28 11:01:38

Polizei Essen

Essen (ots)

45279 E.-Horst: Trickbetrüger, die sich als Mitarbeiter unterschiedlicher Banken ausgaben, erbeuteten am Donnerstag (25. Juni) einen vierstelligen Bargeld-Betrag von einem Senior (78) in der Carl-Wolf-Straße.

Die Betrüger bedrängten den 78-Jährigen massiv am Telefon. Gegen 12 Uhr meldete sich der erste Anrufer und warf dem Mann vor, seine Kredite nicht zu zahlen. Der Senior legte auf, wurde jedoch knapp eine Stunde später erneut von einem angeblichen Bank-Mitarbeiter kontaktiert. Auch dieser drängte ihn zum Überweisen von Geld. Ein Mitarbeiter der Bundesbank werde sich in Kürze melden, dafür solle der 78-Jährige sich eine Messanger-App runterladen. Über diese kontaktierte der vermeintliche Bundesbank-Mitarbeiter den Senior und schickte ihm eine Kopie seines Ausweises, um sich vermeintlich zu legitimieren.

Der Trickbetrüger erklärte dem 78-Jährigen, dass ein krimineller Mitarbeiter seiner Bank, das Geld von Kundenkonten auf sein eigenes Konto überweise. Um diesem das Handwerk zu legen, sollte der Senior Geld von seinem Konto abheben und an einem fest vereinbarten Ort vor einer Bank in der Lindenallee übergeben.

Nachdem der Mann dies getan hatte, wurde er erneut angerufen und um eine Überweisung auf ein anderes Konto gebeten. Auch dies erledigte der Senior. Als weitere Anrufe folgten, tat der Mann am nächsten Tag das einzig Richtige: Er ignorierte die Betrüger und erstattete Anzeige bei der Polizei.

Aus gegebenem Anlass raten wir deshalb:

   -	Seien Sie misstrauisch, wenn Unbekannte Sie anrufen, Ihnen 
Nachrichten aufs Handy/per Mail schicken oder vor Ihrer Haustüre 
stehen. Geben Sie auf gar keinen Fall Details zu Ihren familiären und
finanziellen Verhältnissen preis.
   -	Lassen Sie sich nicht drängen und unter Druck setzen. Nehmen Sie
sich Zeit, um die Angaben des Unbekannten zu überprüfen. Rufen Sie 
Ihren Bankmitarbeiter des Vertrauens unter der Ihnen bekannten Nummer
an und lassen Sie sich den Sachverhalt bestätigen.
   -	Übergeben Sie NIEMALS Geld, Bankkarten, PIN-Codes oder 
Wertsachen an unbekannte Personen! Selbiges gilt für z.B. Bankkonto- 
oder Kreditkartendaten sowie Zugangsdaten zu Kundenkonten.

Trotz häufiger Präventionshinweise und Berichterstattung in den Medien schaffen es skrupellose Trickbetrüger immer wieder, die Gutgläubigkeit und die Hilfsbereitschaft älterer Menschen auszunutzen, um an deren Ersparnisse und Notgroschen zu gelangen. Helfen Sie mit, diesen Betrügern das Leben so schwer wie möglich zu machen. Klären Sie Verwandte, Bekannte oder andere ältere Menschen, die Ihnen nahestehen, über Kriminalitätsformen auf und geben Ihnen Verhaltenshinweise an die Hand.

Einen Flyer mit den wichtigsten Hinweisen, den Sie ausdrucken und als "Erinnerung" in Telefonnähe aufbewahren können, finden Sie hier:

https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2025-05/flyer-sam-delikte-ld_v2.pdf

Folgende Broschüren fassen alle wichtigen Informationen zusammen:

https://essen.polizei.nrw/sites/default/files/2024-02/broschure-sam-2024.pdf

https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/228-BR-Im-Alter-sicher-leben%20%28003%29.pdf

https://polizei.nrw/sites/default/files/2020-04/229-BR-Gut-beraten-im-hohen-Alter%20%28002%29.pdf

/SyC

Rückfragen bitte an:

Polizei Essen/ Mülheim an der Ruhr
Pressestelle
Telefon: 0201-829 1065 (außerhalb der Bürodienstzeit 0201-829 7230)
Fax: 0201-829 1069
E-Mail: pressestelle.essen@polizei.nrw.de

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