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Posted:
2026-07-09 11:00:00
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https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/14626/6311432
Kiel (ots)
Gemeinsame Pressemitteilung der Landeshauptstadt Kiel und der Polizeidirektion Kiel
Die Landeshauptstadt Kiel hat in der ehemaligen Röntgenpraxis am Karlstal 32 in Gaarden ein neues Aufenthalts- und Beratungsangebot für Menschen mit Suchterkrankungen eingerichtet. Ziel des Projekts ist es, Hilfsangebote an einem zentralen Ort zu bündeln, den Zugang zu Beratung und Unterstützung zu erleichtern und gleichzeitig den öffentlichen Raum in Gaarden nachhaltig zu entlasten.
In Gaarden halten sich seit längerer Zeit viele Menschen mit Suchterkrankungen im öffentlichen Raum auf. Straßenecken und Hinterhöfe dienen häufig als Aufenthaltsorte. Gleichzeitig fehlte bislang ein geeigneter Anlaufpunkt, der Beratung, Aufenthalt und niedrigschwellige Hilfen miteinander verbindet. Immer wieder kommt es zu Konflikten mit Anwohnerinnen, Anwohnern und Gewerbetreibenden.
Um diese Situation zu verbessern, haben das Amt für Wohnen und Grundsicherung, das Amt für Gesundheit sowie das Amt für Soziale Dienste gemeinsam mit dem Dezernat für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Sport sowie den Trägern Flexwerk der KJSH, Drogenhilfe Ost und Kieler Anker ein neues Konzept entwickelt.
Oberbürgermeister Samet Yilmaz und Bürgermeister Gerwin Stöcken erklären: "Wir lassen die Menschen in Gaarden mit dieser Situation nicht allein - weder die Anwohnerinnen und Anwohner noch die Menschen, die Hilfe brauchen. Unser Ziel ist klar: mehr Ordnung im öffentlichen Raum und gleichzeitig mehr Unterstützung für diejenigen, die aus eigener Kraft oft nicht aus ihrer Situation herausfinden. Beides gehört zusammen".
Nach der Vorbereitung der ehemaligen Röntgenpraxis durch die städtische Immobilienwirtschaft und der Genehmigung der Nutzungsänderung durch die Bauordnungsbehörde kann das Angebot nun starten. Der geschützte Innenhof des Gebäudes wurde dafür mit Unterständen und Toiletten ausgestattet und bietet künftig einen zentralen Treffpunkt für die bislang im Stadtteil verteilte Straßenszene. Dort stehen nun Beratungs-, Aufenthalts- und Unterstützungsangebote zur Verfügung.
Die beteiligten sozialen Träger verlegen einen Teil ihrer Beratungsarbeit an den neuen Standort und bieten montags bis freitags täglich bis zu vier Stunden Beratung und Begleitung an. Ergänzt wird das Angebot durch einen Sozialarbeiter, der zugleich die Funktion eines Concierges übernimmt, auf die Einhaltung der Hausordnung achtet und als Ansprechpartner für die Besuchende zur Verfügung steht. Darüber hinaus ist ein Wachdienst regelmäßig vor Ort.
Die Herausforderungen im öffentlichen Raum lassen sich dauerhaft nur gemeinsam lösen. Stadt, andere Träger und Polizei bringen ihre jeweiligen Stärken ein, um sowohl den betroffenen Menschen als auch den Anwohnerinnen und Anwohnern eine nachhaltige Verbesserung der Situation zu ermöglichen.
"Sicherheit entsteht dort, wo Ordnung und Hilfe Hand in Hand gehen. Mit dem neuen Angebot ist eine Anlaufhilfe geschaffen, die Menschen mit Suchterkrankungen Unterstützung bietet und gleichzeitig den öffentlichen Raum spürbar entlasten kann. Die Polizei wird diesen Ansatz gemeinsam mit der Landeshauptstadt Kiel und den sozialen Trägern konsequent begleiten", so Polizeioberrat Carsten Ebsen, Leiter des Stabsbereiches 1 der Polizeidirektion Kiel.
Kommunaler Ordnungsdienst, Straßensozialarbeit und Polizei werden gemeinsam darauf hinwirken, dass der neue Standort als zentraler Aufenthalts- und Beratungsort genutzt wird. Ziel ist es, die Aufenthalte im öffentlichen Raum deutlich zu reduzieren und Hilfen künftig an einem Ort zu konzentrieren. So sollen sowohl die Lebenssituation der Betroffenen verbessert als auch die Belastungen für den Stadtteil Schritt für Schritt verringert werden.
Das Projekt ist zunächst als Modellversuch angelegt. Die Erfahrungen der kommenden Wochen und Monate werden fortlaufend ausgewertet, um das Angebot bei Bedarf an die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzenden anzupassen. Die beteiligten Ämter und Einrichtungen werden gemeinsam mit den Sicherheitskräften die Entwicklung eng begleiten und regelmäßig gemeinsam bewerten.
Die Federführung für das Projekt liegt beim Amt für Soziale Dienste. Ein Projektbeirat wird die Umsetzung kontinuierlich begleiten und notwendige Anpassungen in enger Abstimmung mit dem Dezernat für Soziales, Gesundheit, Wohnen und Sport vornehmen.
Stephanie Lage, Pressesprecherin der Polizeidirektion Kiel Kerstin Graupner, Pressereferat Stadt Kiel
Rückfragen bitte an:
Polizeidirektion Kiel
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Gartenstraße 7
24103 Kiel
Tel. +49 (0) 431 160 2010
E-Mail pressestelle.kiel.pd@polizei.landsh.de
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